Wirtschaftsring und GRW Wipptal/Eisacktal organisierten Fachtagung zur Digitalisierung

Die digitale Welt als Chance sehen!

Freitag, 21. September 2018 | 17:31 Uhr

Sterzing – Darüber, wie sich unsere Welt durch die Digitalisierung verändern wird und welche Chancen sie uns bietet, zeigte kürzlich eine von der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal/Eisacktal und dem Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige – Bezirk Eisacktal/Wipptal (SWREA) gemeinsam organisierte Fachtagung auf. Sie stand unter dem Titel: „Schöne neue Welt – Wie Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft verändert.“

Die Angst, die umgeht, dass durch die Digitalisierung viele Jobs verschwinden, sieht Prof. Matzler nicht. Robotik, künstliche Intelligenz, Algorithmen usw. sind Technologien, die fast jeden Beruf betreffen werden. Prinzipiell alles, das nach Routine abläuft, kann dadurch automatisiert werden. „Es entstehen gleichzeitig aber auch viele neue Jobs, die wir uns heute vielleicht noch gar nicht vorstellen können“, so Prof. Matzler. In den meisten Berufen werden zukünftig digitale Assistenten die Menschen bei der Arbeit unterstützen“, berichtete der Professor den rund 70 interessierten Teilnehmern der Fachtagung.

Blick in die Praxis: Urlaubsdestination professionell vermarkten

Darüber, wo die Digitalisierung die Tourismus Ratschings Genossenschaft konkret im Alltag unterstützt, berichtete Sabine Hofmann am Beispiel des eigenen Buchungsportals. „Über unser Buchungsportal hat der Gast jederzeit die Möglichkeit eine Unterkunft in Ratschings, Ridnaun oder Jaufental zu filtern, die sich ganz individuell nach seinen Wünschen richtet“, berichtete Hofmann. Die Ratschings Tourismus Genossenschaft unterstützt das System in der täglichen Arbeit bei der Verwaltung und Aufbereitung der vielen Anfragen. „Mit Hilfe des Systems können wir die Urlaubsdestination professionell vermarkten“, so Hofmann.

Das Wipptal ist auf einem guten Weg

Spannend war dann auch die Diskussionsrunde mit Karl Polig, Präsident der Bezirksgemeinschaft Wipptal, Sebastian Helfer, Bürgermeister der Gemeinde Ratschings, Michael Rainer, Geschäftsführer der Konzept GmbH, Christian Huebser, Geschäftsführer der Elma Tec GmbH und Prof. Kurt Matzler. Für die Gemeindeverwalter steht fest, dass der Breitbandausbau im Wipptal auf einem guten Weg ist, doch brauche es noch große Anstrengungen, bis schnelles Internet auch über die letzte Meile in jeden Betrieb und jeden Haushalt angekommen ist. Die beiden Unternehmer Michael Rainer und Christian Huebser wollen die Betriebe dazu ermutigen, sich mit der Digitalisierung eingehend auseinanderzusetzen. Sie ist eine große Chance und wer da nicht vorne mit dabei ist, verliere zuerst an Wettbewerbsfähigkeit und dann an Kunden.

Auch Landesrätin Waltraud Deeg fand klare Worte in ihrem Grußwort: „Wir befinden uns konsequent auf dem Weg hin zu „Südtirol 4.0“. Die Digitalisierung kann nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn wir die Bürger und die Unternehmen auf diesen Weg mitnehmen.“

Moderiert wurde die Fachtagung von Andreas Mair, Geschäftsführer vom Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige und von Carmen Turin, Geschäftsführerin der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal/Eisacktal. Die GRW Wipptal/Eisacktal wird das Thema der Digitalisierung weiterverfolgen und dabei könnte ein mögliches Projekt im Wipptal ein landesweites Pilotprojekt werden, dass das Thema aufarbeitet und Chancen für das Wipptal aufzeigt.

Von: mk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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2 Kommentare auf "Die digitale Welt als Chance sehen!"


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horst777
horst777
Tratscher
28 Tage 3 h

Südtirol befindet sich im digitalen Steinzeitalter. Das einzige was in Südtirol gut funktioniert ist der Tourismus als treibende Wirtschaftskraft.

Urlauberpaar
Urlauberpaar
Neuling
28 Tage 21 Min

Eine digitale Infrastruktur ist unerlässig,muss aber immer ganzheitlich betrachtet werden.Als Urlaubsgäste freuen wir uns über ein gutes digitales Netz, gleichzeitig freuen wir uns über jedes persönliche Gespräch und eine Unterkunft ohne Fernsehgerät.Die Digitalisierung muss den Menschen dienen und nicht zum hirnlosen Benutzen führen.

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