Handwerk fordert Bestandsschutz für seinen Fuhrpark

Diesel-Verbote: “Maßnahmen mit Augenmaß gefragt”

Dienstag, 27. März 2018 | 19:55 Uhr

Bozen – Südtirols Handwerker und Dienstleister laufen Sturm gegen die kurzfristige Einführung von Dieselfahrverboten. Dadurch würde die lokale Wirtschaft existenziell bedroht.

Ein unverdauliches Ei so kurz vor Ostern stößt Südtirols Unternehmern sauer auf. In nur neun Monaten könnte in Südtirol ein Dieselfahrverbot in Kraft treten. Dies verkündete gestern der Landesrat für Raumentwicklung, Umwelt und Energie Richard Theiner. „Wir unterstützen das Vorhaben, die Luftqualität in unserem Land zu verbessern, allerdings nur, wenn dies nicht auf Kosten der heimischen Betriebe, sondern mit Augenmaß geschieht“, betont lvh-Präsident Gert Lanz. Ein Dieselfahrverbot würde das lokale Handwerk existenziell bedrohen, vor allem weil ein Großteil der Handwerkerflotte Diesel tankt. Die negativen Auswirkungen einer Dieselsperre wären im täglichen Handwerkerverkehr, aber auch in der Zustellung von Dienstleistungen und Waren arg spürbar. „Die Verbannung des Diesels würde die Versorgung der Geschäfte, Baustellen und Privatkunden mit Gütern und Dienstleistungen des Handwerks stark eindämmen. Es würde zu drastischen Einschränkungen für Pendler, dem Wirtschaftsverkehr und die Versorgung der Bevölkerung kommen. Von Betriebsschließungen und dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in den Stadtzentren ganz zu schweigen“, erklärt der Verbandspräsident. Konkret führt er einige weitreichendere Folgen aus: Große Einbußen hätten besonders Dienstleister in Städten zu befürchten. Uhrmacher, Goldschmiede, Maßschneider u.ä. könnten allein von der Laufkundschaft nicht leben und würden zahlreiche von außen kommende Kunden verlieren.

Handwerk fordert Bestandsschutz für seinen Fuhrpark

Problematisch sieht Lanz vor allem eine kurzfristige Einführung des neuen Gesetzes: „Hauptsächlich betroffen vom Verbot wären das Bauhaupt- und Baunebengewerbe mit ihren Pkws, leichten und schweren Nutzfahrzeuge sowie Lkws. Bislang sind alternative Aggregate wie Elektro, Gas oder Hybrid nur für schwächer ausgelegte Vehikel am Markt verfügbar. Eine Umstellung der Handwerksflotte in neun Monaten ist sicherlich nicht möglich. Die Wirtschaft benötigt zum erstens taugliche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und zweitens ausreichend lange Übergangsfristen, um sich auf die Fahrverbote umzustellen.“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Diesel-Verbote: “Maßnahmen mit Augenmaß gefragt”"


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enkedu
enkedu
Kinig
27 Tage 12 h

diesen Theiner schicken wir im Herbst nach Hause. Ein Politiker der nur Einschränken und Strafen der Konsumenten im Kopf hat.

Ralph
Ralph
Superredner
26 Tage 20 h

so schauts aus.
aber due wahrheit wird ignoriert von unsern politikmarionetten

Dublin
Dublin
Kinig
27 Tage 12 h

…mir sein jo letzer wie die Piefke…do bleiben die Busse ober ah stian…koane Camper mehr bei die Christkindlmärkte…juhu… 😅

Andreas
Andreas
Superredner
26 Tage 10 h

und wos geat nor mit die gonzen strossenbau fohrzuige bagger usw.
polizei
feierwehr
rettung
londeirdschoftliche maschinen
…..
olle a wek nit lei die pkw’s

algunder
algunder
Grünschnabel
27 Tage 8 h

Svp 😴😴😴 jetzt reicht es! Mir kennen ins mit insere gehälter oft kuan nuis auto leistn. Oft aus dies grund auch ein diesel gekauft um geld zu sparen ! Obor auf die kosten der Bevölkerung treibt ihr ganz tollen schabernack ! I hoff dass bei ben nächsten Wahlen endlich aufgeräumt wird !

Andreas
Andreas
Superredner
26 Tage 10 h

vor 3 johr hot man bei a nuie diesel kuane autosteuer gmiat zohlen und in 5 johr konnschn awekschmeissen

Dagobert
Dagobert
Superredner
27 Tage 9 h

Herr Theiner, diese Fahrverbote stösst nicht nur den Unternehmern sauer auf, auch uns Arbeitnehmer!! Setzen sie sich mal für eine Umfahrung in Bozen ein, denn so werden sie viele Stammwähler verlieren.

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
27 Tage 6 h

Wieso steht nirgends, um welche Schadstoff-Klasse es hier geht?

Das ist doch DIE wichtigste Information!!

Tabernakel
27 Tage 6 h

@JvS-105
Hier geht es nur um Stimmungsmache, nicht um Tatsachen.

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
26 Tage 22 h

Da hast Du wohl recht.
Meines Wissens geht es hier um Diesel der Klasse 3 – und derartig alte Schüsseln werden auch im armen Südtirol nur noch wenige fahren..

algunder
algunder
Grünschnabel
26 Tage 21 h

De welln nägstes jahr die euro 3 verbieten!

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
26 Tage 19 h

@algunder 

Nicht die Euro 3 wird verboten, sondern bei zu hoher Abgas-Belastung dürfen Fahrzeuge mit Euro 3 nicht mehr fahren.

Kleiner Unterschied 😉

Euro 3 wurde übrigens am 01.01.2000 eingeführt. Da wird die Welt nicht untergehen, wenn von den Stinkern ein paar weniger in den Städten rumfahren.

Spartacus
Spartacus
Neuling
27 Tage 6 h

Warum reden alle nur von Klasse und Alter der Autos? rellewant ist doch der Schadstoffausstoß pro Km und da haben die Deutschen mit ihren PS starken Schlitten , Probleme.

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
26 Tage 22 h

KM hat mit PS nichts zu tun. Wer viel PS hat, aber wenig km fährt, verschmutzt nicht unbedingt gleich viel wie einer mit wenig PS.

Übrigens: man sagt, es sei gar nicht bewiesen, dass alle Deutschen PS-starke Schlitten haben. Ein paar fahren sogar überhaupt nicht Auto!

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
26 Tage 21 h

Die EURO-Klassen definieren den Schadstoffausstoss!

knoflheiner
knoflheiner
Superredner
26 Tage 23 h

dieslverbot….kuone ongst deis weart nou long nix.
 zearscht mießn schun ondere alternativen her.

Alpinist
Alpinist
Grünschnabel
26 Tage 19 h

Iatz hot grod in De die Diskussion üder Dieslverbote unkfongen und iatz miessn insere Politiker wieder zoagn wer die erstn und die Beschtn sein!
I hon an 11 Johr oltn Diesl wohn net weit weck von der Autobuhn moch 15000 Km s Johr iatz sollat i niemer fohrn und zu schaugm wie auf der Autobuhn Stau isch und die Kolonnen vorbei rattern!!

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