Kritik am Dachverband für Natur- und Umweltschutz

Dolomitenpässe: Touristiker für “ganzheitliche Lösung”

Donnerstag, 18. August 2016 | 08:48 Uhr

Gadertal/Gröden – „Der Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz sollte sich nicht als Sprecher der Hoteliers des Gadertales und des Grödentales ausgeben. Die Touristiker der erwähnten Täler haben selbst ihre gewählten Gremien und Organisationen.“ So reagieren Marina Crazzolara, Obfrau des Gebietes Gadertal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Andrea Coser, Obmann der HGV-Ortsgruppe Corvara-Colfuschg, und Judith Kelder Schenk, Obfrau der HGV-Ortsgruppe Gröden, auf die Äußerungen des Vorsitzenden des Dachverbandes, wonach die Grödner und Gadertaler Hoteliere einverstanden seien mit der Einführung eines täglichen Zeitfensters mit Fahrverbot über die Dolomitenpässe.

Die HGV-Funktionäre seien sich sehr wohl bewusst, dass der Verkehr über die Pässe des Gröden- und Gadertales geregelt werden müsse, heißt es in einer Aussendung des HGV. Allerdings brauche es dazu eine ganzheitliche Lösung, welche alle betroffenen Täler und Ortschaften miteinbezieht. „Wir unterstützen deshalb die Meinung der Bürgermeister unserer Täler, dass eine Lösung mit allen betroffenen Gemeinden und vor allem mit den Touristikern angepeilt werde müsse“, meinen die HGV-Funktionäre.

Was der Vorschlag der zeitweiligen Schließung der Pässe anbelangt, befürchten die HGV-Funktionäre eine Verschiebung des Problems. Der Verkehr auf den Pässen würde bei einer nicht gut durchdachten und voreiligen Vorgangsweise das Verkehrsproblem in die Dörfer verlagern.

Die Touristiker in Gröden, darunter auch der HGV-Gröden, sprechen sich gegen eine Sperre und für die Einführung einer Maut aus. Insofern teilen sie die Haltung des Verkehrslandesrates Florian Mussner. „Bevor vorschnelle Maßnahmen zur Regulierung des Verkehrs getroffen werden, sollte man zunächst Sensibilisierungsmaßnahmen verstärken und das Angebot an öffentlichen und umweltfreundlichen Verkehrsmitteln auf die Pässe weiter verbessern“, heißt es abschließend in der Presseaussendung.

Von: mk

Bezirk: Pustertal, Salten/Schlern

Kommentare

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5 Kommentare auf "Dolomitenpässe: Touristiker für “ganzheitliche Lösung”"


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tresel
Tratscher
1 Monat 9 Tage

sind der dachverband, hgv und die touristiker jetzt besitzer der pässe und deren straßen? sollen sie auch für die instandhaltung, räumung, gehälter der straßenarbeiter aufkommen.
auf der einen seite leute ins land locken und abkassieren und dann noch über die infrastrukturen bestimmen wollen die vom steuerzahler erhalten werden müssen.

der echte Aaron
Grünschnabel
1 Monat 9 Tage

@tresel
Besser kann man es nicht sagen.
Ich wäre sogar dafür den Dachverband zu verbieten. Dann wäre a ruah!

josef.t
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Machen wir die Straßen in der Urlaubzeit rund um Südtirol dicht und lassen nur mehr Touristen auf Schusters Rappen, sowie die auf Drahteseln durch unser Land ziehen…… Dafür hätten die “Ruhebefürworter” freie Fahrt ((mit ihrem eigenen Wagen Auto))……. Eine Frage; wer erwirtschaftet eigentlich den Reichtum in Südtirol ??? ((Landeshaushalt über 5.000 Millionen)) von dem gerade “die Verbände” profitieren, die immer gegen “Alles” sind ??? Oder wollen sie den Ast absägen, auf dem sie sitzen ?

tom
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Freie Fahrt für zahlende Raser

fischermann
Neuling
1 Monat 8 Tage

Konn man de verdommten Motorradlen nit stiller mochen? Bei vergleichsweise wenigen PS mochen sie an Puff wia a Fliager. 

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