Abstand vom WLAN-Modem und Induktionsherd

Elektrosmog im Haushalt lässt sich reduzieren

Donnerstag, 04. Januar 2018 | 08:00 Uhr

Bozen – Ob Mikrowelle, Induktionsherd oder WLAN-Modem: Diesen Elektrogeräten ist nicht nur gemein, dass sie fixer Bestandteil vieler Haushalte sind, sondern auch dass sie elektromagnetische Strahlung produzieren. “Bei Elektrosmog denken die meisten an Mobilfunkumsetzer oder Hochspannungsleitungen. Die wichtigsten Belastungsquellen lauern aber meist in den Wohnungen selbst”, erklärt Luca Verdi, Direktor des Labors für physikalische Chemie in der Landesumweltagentur, das Messungen der elektromagnetischen Belastung von Geräten und Anlagen vornimmt. Um dieser Strahlung im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung nicht dauerhaft ausgesetzt zu sein, gelte es, so Verdi, ein paar einfache Regeln zu berücksichtigen.

Beispiel Mikrowelle: Hochfrequente elektromagnetische Felder (2,45 GHz) ermöglichen es, Lebensmittel in der Mikrowelle rasch zu erhitzen. Auch wenn eine Metallhülle davor schützt, wird ein kleiner Anteil an elektromagnetischer Strahlung über die Frontseite freigesetzt. Aus diesem Grund, so die Experten der Landesumweltagentur, ist es nicht ratsam, während des Erwärmens direkt vor der Mikrowelle stehenzubleiben. Vor allem die Augen reagieren nämlich empfindlich auf Temperatursteigungen. Zudem sollten die Mikrowellentüre, die Dichtungen und die Innenseite des Geräts regelmäßig gereinigt und kontrolliert werden.

Immer stärkere Verbreitung im Haushalt finden Induktionsherde. Dabei werden die Lebensmittel über mittelfrequente elektromagnetische Felder erhitzt (20-100 kHz), die in die Töpfe und Pfannen eindringen. Auch wenn dafür geeignetes Topf- und Pfannenmaterial verwendet wird, wird ein Teil des elektomagnetischen Feldes nicht vom Topf absorbiert. Die Landesumweltagentur rät daher, immer die hinteren Kochfelder zu verwenden, wenn mit starker Hitze gekocht wird. Ganz allgemein sollte vom Kochfeld circa zehn Zentimeter Abstand gehalten werden.

Auch kabellose Telefone oder WLAN-Modems produzieren hochfrequente elektromagnetische Felder. Bereits ab einem Meter Entfernung nimmt die Strahlung jedoch stark ab. Diese Geräte sollten daher nicht im Schlafzimmer oder in Räumen Platz finden, in denen man sich lange aufhält.

“Wer diese wenigen und einfachen Vorkehrungen trifft, kann die Strahlung elektromagnetischer Felder zuhause bereits auf ein Minimum reduzieren”, resümiert Amtsdirektor Luca Verdi. Nähere Informationen zu den elektromagnetischen Feldern sowie ein Video mit Tipps zum achtsamen Umgang mit Mobiltelefonen sind auf der Homepage der Landesumweltagentur unter http://umwelt.provinz.bz.it/strahlung.asp zu finden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "Elektrosmog im Haushalt lässt sich reduzieren"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
16 Tage 19 h

und wie schütz ich mich – wenn im ZUg nebenmir 5 mit dem Handy spielen? – oder gibt es W-lan freie Züge???

Bluemchen
Bluemchen
Tratscher
16 Tage 18 h

@herbstscheich
Wieso, sitzt du da direkt auf dem Modem ??????

sixxi
sixxi
Grünschnabel
16 Tage 18 h

Autostop mochen

brutus
brutus
Tratscher
16 Tage 17 h

@herstscheich
…die werden das Internet über das Mobilfunknetz betreiben (falls es ein Onlinespiel ist), dem bist du immer ausgesetzt. Sonst sind Spiele fix installiert.

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

@ herbstscheich

😂😂
nix dürfen wir ..
in keiner Apfelplantage spazieren
nicht telefonieren
nicht kochen
keine elekteonischen “Spiel” und Arbeitsgeräte 😂😂
ecc ecc ecc…

Besser wir kehren zurück in die Steinzeit..

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
16 Tage 16 h

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in mehreren Studien bereits festgestellt, dass WLANs so ut wie ungefährlich sind. Die WLAN-Leistung von Smartphones ist eh noch viel schwächer als die der Router.

Anders die Funkleistung von schnurlosen Haustelefonen. Vor allem alte Geräte mit niedrigeren Frequenzen haben einen deutlich höhreren Einfluss auf Lebendgewebe als Handys und WLAN.

HansP
HansP
Grünschnabel
16 Tage 16 h

@Ninni keine Sorge, wir sind auf dem besten Weg dorthin mit der aktuellen Gutmenschpolitik.

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
16 Tage 16 h

@Ninni ach Augen zua und durch!

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
16 Tage 15 h

so lange sitzt du gar nicht 😊

ando
ando
Superredner
16 Tage 17 h

wenn alle strahlen sichtbar währen, würden wir die hand vor augen nicht mehr sehen! egal ob w-lan oder nicht…jetzt kann sich jeder seine eigene meinung bilden.

typisch
typisch
Superredner
16 Tage 17 h

dann ist wohl besser im wald zu gehen und dort mit den wölfen zu leben

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
16 Tage 16 h

“sehen” ist auch nichts anderes als das Erfassen und Auswerten von Strahlen.

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
16 Tage 15 h

@ ando

vor meinem strahlenden Gesicht, seit gestern Abend, auch ???

😂😂😂

ando
ando
Superredner
16 Tage 12 h

@typisch

auf jeden fall! würde mich auch den alphawolf fügen!😂

ando
ando
Superredner
16 Tage 12 h

@Ninni

naja, ihr seit noch lange nicht dort wo ihr lsut euer budegt sein solltet!

Obelix
Obelix
Tratscher
16 Tage 16 h

wird alles stimmen. Aber: Im hintersten Amazonas- Regenwald, da haben die Eingeborenen kein WLan, kein Bluetooth, keine Luftverschmutzung, keine Handys, keinen Stress, nur homöopathische Medikamente und werden doch nur ca. 50 Jahre alt. Wenn sie Glück haben.😜

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
16 Tage 14 h

Daraus könnte man fast ableiten dass Luftverschmutzung, Stress, Strahlen „gesund“ sind und zum längerem Leben beitragen. *Ironie*

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
16 Tage 14 h

…a bissl a Smog isch olm guat… 😃

witschi
witschi
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

früher oder später sterben wir sowieso. besser kürzer und intensiver als länger und todlangweilig. so sig holt i‘s

super
super
Grünschnabel
16 Tage 15 h
Lustig ist ja das die Fehrnseh und Radioumsetzer nie erwäht werden. Diese strahlen in einen viel niedrigeren Frequenzbereich, und mit viel mehr dBm. Je niedriger die Frequenz, desdo schädlicher und desdo leichter durchdringt es Objekte. Radio strahtl von 87-108mHz, Mobilfunk LTE von (800mHz-2600mHz), W-Lan von (2400mHz-2500mHz und (im 5000mHz Bereich.) Dies kann man auch ganz einfach beweisen, denn wieso bruacht es dafür soviel weniger Umsetzer als Mobilfunkumsetzer und W-Lan Router. Aber die betrachtet niemand, da die Schreihälse die solchen Bullshit raus posaunen, daran schon gewöhnt sind und diese nicht missen wollen. W-Lan strahlt so schwach, dass es in diesem Bericht… Weiterlesen »
super
super
Grünschnabel
16 Tage 14 h
Gut das ich 3 Access Points(W-Lan Router) im Haus habe😂. Eventuell muss ich etwas aufrüsten noch. Ich will ja schließlich überall guten Empfang haben. Dann muss das Endgerät weniger strahlen zum empfangen… Hab somit viel weniger “Strahlenbelastung” als andere. Am besten sind immer noch die Strahlenabfangenden Hüllen bei Handys. Dann müssen die Handys noch stärker strahlen. Und die “Belastung” für den Besitzer sind noch höher. Auch komisch, dass bei Krebserkrankungen eine Strahlenterapie verwendet wird um den Körper zu behandeln. Aber ach die bösen Strahlen. Was man jetzt im Winter auch noch gerne vergisst, die Sonne… Da gabs ja auch mal… Weiterlesen »
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