Von: luk
Bozen – Wo liegen die nachhaltigen Wachstumspotenziale für Südtirol, welche Rolle spielt dabei der Export und wie kann sich Südtirol als Innovationsstandort mit einer starken Arbeitgebermarke etablieren? Über diese Themen tauschten sich kürzlich das Präsidium des Unternehmerverbandes Südtirol mit dem CEO der IDM, Erwin Hinteregger, und der Direktorin Business Development, Margit Gamper, in einer gemeinsamen Sitzung aus.
Dabei wurde deutlich: Der Export ist einer der wichtigsten Motoren für die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols. Mit Ausfuhren im Wert von rund acht Milliarden Euro sind Südtirols Produkte und Dienstleistungen heute in mehr als 170 Ländern der Welt vertreten. Seit 2019 sind die Exporte um mehr als 50 Prozent gewachsen. Maßgeblich getragen wird diese Entwicklung von der Industrie, die den weitaus größten Teil des Südtiroler Exports erwirtschaftet.
„Die exportorientierten Unternehmen sind eine strategische Ressource für Südtirol. Sie schaffen Wertschöpfung, qualifizierte Arbeitsplätze, Innovation und wirtschaftliches Wachstum und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Wohlstand unseres Landes. Global stärkt lokal: Die hochinnovativen Produkte unserer Unternehmen sind Botschafter des Innovationsstandorts Südtirol im Ausland und die international agierenden Unternehmen sind für viele Zulieferer vor Ort unverzichtbare Arbeitgeber“, betont der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Alexander Rieper.
Im Rahmen des Treffens wurde auch klar, dass die internationale Ausrichtung Südtirols weiter gestärkt werden muss. Neben den etablierten Märkten wird IDM künftig auch neue Absatzmärkte außerhalb von Europa erschließen. „IDM bearbeitet aktuell bereits neue Absatzmärkte außerhalb Europas, wie den Mittleren Osten und Nordamerika. Für die nächsten Jahre planen wir zudem, weitere Märkte wie Indien sowie die Mercosur-Staaten in Südamerika anzugehen. Die Diversifizierung der Exportmärkte ist gerade in diesen von geopolitischen Unsicherheiten geprägten Zeiten immer bedeutender“, so der CEO der IDM, Erwin Hinteregger.
Ebenso wichtig ist es, noch mehr Südtiroler Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu ermöglichen. Derzeit exportieren rund 2.000 der insgesamt etwa 60.000 Südtiroler Betriebe. Ungefähr die Hälfte des Gesamtwerts der Ausfuhren wird von den bedeutendsten 20 Exportunternehmen generiert, die ersten 200 Exporteure sind für rund 90 Prozent der Ausfuhren verantwortlich. „Es gibt daher noch viel Potenzial, wie auch die Exportquote von 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zeigt: In benachbarten Regionen wie Venetien oder Tirol ist der Exportanteil an der Wirtschaftsleistung deutlich höher“, so Rieper.
„Der Wettbewerb findet längst auf globaler Ebene statt. Damit unsere Unternehmen mit den führenden Wirtschaftsregionen auf Augenhöhe konkurrieren können, brauchen sie gute Rahmenbedingungen. Dazu gehören leistungsfähige Infrastrukturen, nachhaltige Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte, Innovation, Digitalisierung sowie der konsequente Abbau bürokratischer Hürden“, fügt der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol hinzu.
Ein weiteres gemeinsames Ziel ist es, Südtirol als Innovationsstandort sowie als attraktives Land zum Leben und Arbeiten international sichtbarer zu machen. Durch gezielte Maßnahmen sollen qualifizierte Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland gewonnen werden, die für die zukünftige Entwicklung des Landes von entscheidender Bedeutung sind.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen