Von: luk
Bozen – Beim Industry Day des Bolzano Film Festival Bozen (BFFB) fiel heute der Startschuss zur 3. Runde des internationalen Trainingsprogramms MASO. Wie bei den beiden Vorgänger-Editionen dreht sich auch bei MASO #3 alles um den Kurzfilm, unterstützt das Programm doch junge Filmemacher aus aller Welt bei der Realisierung ihrer Kurzfilm-Projekte – von der Entwicklungsphase bis zur Produktion. Mitmachen können Zweier-Teams, bestehend aus einem Autor bzw. einer Autorin/einem Regisseur bzw. einer Regisseurin sowie einer Produzentin bzw. einem Produzenten. Vorgestellt wurden zudem die acht Projekte von MASO #2, darunter ein Projekt aus Südtirol. Das Programm MASO wurde 2024 von IDM Südtirol, dem BFFB und den drei Kulturabteilungen der Autonomen Provinz Bozen initiiert. Unterstützt wird es auch dieses Jahr wieder von internationalen Partnern.
108 Kurzfilmprojekte aus 45 Ländern hatten sich bei der zweiten Auflage von MASO beworben. Kandidaturen kamen aus der ganzen Welt, auch aus entfernten Ländern wie Nigeria, Indien, Brasilien, Hong Kong, Mexiko oder den USA. Acht der eingereichten Projekte wurden schlussendlich von einem Expertenbeirat zum Programm zugelassen, sie kommen aus Frankreich, Griechenland, Italien, Malaysien/Singapur, Norwegen und Österreich und Deutschland. Mit „Still“ von Autor/Regisseur Gabriele Fusaro und Produzent Francesco Biscaglia ist auch ein Kurzfilm aus Südtirol unter den teilnehmenden Projekten. Die 16 Filmschaffenden hinter den Projekten von MASO #2 wurden von einem Expert:innen-Team betreut, das von Creative Advisor Enrico Vannucci angeführt wurde. Vannucci begleitete auch schon die erste Ausgabe von MASO.
„Das Trainingsprogramm MASO ist mittlerweile zu einer gefragten Anlaufstelle für Filmschaffende geworden, die sich mit dem Genre Kurzfilm befassen wollen“, sagt Renate Ranzi, Head Film & Music Commission von IDM. „Sehr wichtig ist es uns dabei, Filmschaffende aus Südtirol mit internationalen Talenten und Branchenexpert:innen in Kontakt zu bringen. So entstehen ein kreativer Austausch sowie ein starkes Netzwerk, das sie bei ihrer Arbeit weiterbringt und unterstützt. Gleichzeitig positionieren wir Südtirol als dynamische Talentschmiede und machen unseren Filmstandort sowie unsere Förderinstrumente international sichtbar.“
„MASO ist ein wichtiger Teil unseres Industry-Angebots, das im Rahmen des BFFB lanciert wird und stark mit dem Netzwerk engagierter Südtiroler Institutionen verbunden ist, die gemeinsam den Filmstandort Südtirol prägen, wie IDM, die Filmschule ZeLIG – School for Documentary, die Film Association Südtirol (FAS) und viele andere mehr“, sagt Vincenzo Bugno, künstlerischer Leiter des BFFB. „Dieses Engagement ist Ausdruck der Filmbegeisterung dieses Landes und seiner sehr lebendigen Filmbranche und ist die Grundlage einer Weiterentwicklung Südtirols zu einem Filmstandort mit einem eigenen starken Profil. MASO ist ein Beispiel dafür, dass Südtirol ein Bezugspunkt für alle ist und sein kann, die Film lieben und machen wollen.“
„Die neue Ausgabe von MASO bestätigt die Fähigkeit des Standorts, sich als internationaler Referenzpol für die Entwicklung des Kurzfilms zu positionieren“, sagt Luca Bizzarri, Direktor des Amtes für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien. „Entwicklungsabteilung Die Tatsache, dass sich unter den acht Projekten von MASO #2 auch ein Südtiroler Projekt befindet, ist ein ermutigendes Signal: Das zeigt, dass die lokale Wertschöpfungskette reif und wettbewerbsfähig ist. Wir arbeiten weiterhin daran, dass Südtirol nicht nur ein attraktiver Drehort ist, sondern ein anerkanntes Produktions- und Ausbildungsökosystem, das in der Lage ist, Fachkräfte und nachhaltige Chancen zu schaffen.“
Die dritte Ausgabe des Trainingsprogramms steht unter der künstlerischen Leitung von Zsuzsanna Kiràly. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin war Leiterin der Entwicklungsabteilung bei Komplizen Film Berlin und produziert seit 2017 mit ihrer eigenen Produktionsfirma Flaneur Films künstlerische Spiel- und Dokumentarfilme. Zudem unterrichtet sie an verschiedenen Filmschulen und Universitäten. Kiràly ist inhaltlich verantwortlich für das Programm, das den ausgewählten Kandidaten die Teilnahme an verschiedenen Workshops und Mentoring-Sitzungen ermöglicht. Dort wird von international renommierten Fachleuten das nötige Know-how für die Weiterentwicklung des geplanten Kurzfilms vermittelt. Die Palette reicht von der Drehbuchentwicklung über die Produktion bis zu Finanzierung und Vertrieb. Interessierte haben bis zum 30. Juni Zeit, sich für das Programm zu bewerben.
Das Programm MASO wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Partnern durchgeführt, die ein Stipendium für die Teilnahme garantieren, wenn ein Projekt aus der jeweiligen Region oder aus dem jeweiligen Land ausgewählt wird. Ein weiterer wichtiger lokaler Partner des Programms ist ZeLIG – School for Documentary.




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