Von: luk
Bozen – Die Gemeinde Bozen führt als erste Gemeinde Südtirols ein Job-Speed-Dating ein, das den direkten Austausch zwischen Unternehmen und arbeitssuchenden Menschen mit Behinderung ermöglichen soll. Ziel des neuen Formats ist es, bestehende Hemmnisse im Bewerbungsprozess abzubauen und den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Menschen mit Behinderung sind bei der Jobsuche nach wie vor benachteiligt. In Bozen liegt ihre Arbeitslosenquote weiterhin rund doppelt so hoch wie jene von Menschen ohne Behinderung. Gleichzeitig berichten Betroffene häufig, dass sie nicht zu Bewerbungsgesprächen eingeladen werden. Dies steht im Widerspruch zu einem boomenden Arbeitsmarkt und zunehmendem Fachkräftemangel.
Beim Job-Speed-Dating sollen Arbeitgeber und Bewerber in kurzen, rund zehnminütigen Gesprächen direkt miteinander in Kontakt treten. Dabei stehe laut Bürgermeister Claudio Corrarati der persönliche Eindruck im Vordergrund, nicht der Lebenslauf. Auch Unterbrechungen im Werdegang, etwa aus gesundheitlichen Gründen, sollen kein automatisches Ausschlusskriterium darstellen.
Unterstützt wird das Projekt von Ulrich Seitz, ehrenamtlicher Referent des Bürgermeisters. Ziel sei es, dass beide Seiten prüfen können, ob gegenseitiges Interesse besteht und ein vertiefendes Bewerbungsgespräch folgen soll. Das Format sei auch für Unternehmen attraktiv, da die Suche nach qualifizierten lokalen Fachkräften zunehmend schwieriger werde.
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung und das Kick-off finden am Mittwoch, 4. Februar 2026, um 18.30 Uhr in der Gärtnerei Schullian in Bozen statt.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen