In Deutschland schaut es düsterer aus

Iran-Krieg ist für Autofahrer bitter: Bald zwei Euro für Diesel in Südtirol

Mittwoch, 04. März 2026 | 16:53 Uhr

Von: luk

Bozen/Iran – Die USA und Israel führen seit Samstag Krieg gegen den Iran. Tausende von Zielen wurden bereits mit Luftschlägen angegriffen. Das Regime im Iran scheint trotz der Tötung des Ober-Mullas Ali Chamenei zumindest vorerst fest im Sattel zu sitzen. Es hat um sich geschlagen, viele Golfstaaten angegriffen und droht damit, in der Straße von Hormuz den Schiffsverkehr ins Visier zu nehmen. Das kommt einer faktischen Sperre dieser wichtigen Route für den Öltransport gleich.

Heute wurde ein Handelsschiff nahe Hormuz angegriffen. Die Gefahr bleibt also erhöht und diese Lage macht sich für die Verbraucher in Europa langsam bemerkbar. Tanken wird von Tag zu Tag teurer. US-Präsident Trump hat heute reagiert: Er verspricht militärischen Geleitschutz für die festsitzenden Öltanker. Ob dies die Lage an den Märkten beruhigen kann, wird sich zeigen.

Bald Zwei-Euro-Marke in Sicht

In Bozen ist am Mittwoch jedenfalls der Preis für einen Liter Diesel deutlich über die Marke von 1,90 Euro geklettert. Die Zwei-Euro-Marke ist nicht mehr weit. Benzin nähert sich indes der Marke von 1,8 Euro pro Liter. Bitter für Autofahrer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind.

Auf der Seite Prezzi-Benzina kann die Preisentwicklung verfolgt werden.

Google Maps/Prezzi Benzina

Im Vergleich mit Deutschland steht Italien aber noch gut da, denn dort kletterten die Preise zeitweise auf deutlich über zwei Euro pro Liter. Der deutsche Tankstellenverband spricht von “reiner Abzocke der großen Mineral-Öl-Konzerne”. Denn der Sprit, der derzeit getankt wird, wurde bereits vor dem Iran-Konflikt geordert. Das nun teuerer gewordene Rohöl schlage sich faktisch erst mit Verzögerung von rund einer Woche durch. Der Tankstellenverband sieht die Politik in der Pflicht, diesem Spiel einen Riegel vorzuschieben.

Bezirk: Bozen

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