Treffen mit dem behinderten Rennfahrer Alex Innocenti

Jenseits der eigenen Grenzen

Donnerstag, 22. November 2018 | 10:27 Uhr

Bozen – Motorradrennfahren mit einer Querschnittlähmung: Was auf den ersten Blick unmöglich erscheint, ist Alex Innocenti dank innovativer Technologien gelungen. Am Donnerstag, den 29. November erzählt der Träger des Alan-Kempster-Preises im BITZ unibz fablab über sein Leben und seine große Passion.

Die Veranstaltung, zu der am Donnerstag, den 29. November von 18.00 bis 20.00 Uhr in das BITZ fablab in der Bozner Rosministraße 8 geladen wird, geht weit über die engere Zielgruppe der digitalen Werkstatt hinaus. Denn wenn der aus Orbetello stammende Motorradrennfahrer Alex Innocenti darüber spricht, wie er seine große Leidenschaft trotz einer Querschnittlähmung nach einem schweren Unfall im Alter von 20 Jahren weiterverfolgen konnte, ist nicht nur die Faszination für digitale und soziale Innovation mit im Spiel. Von der Begeisterung für den Motorsport bis hin zu Emotionen wird an diesem Abend alles bedient.

Seit seiner Kindheit war der Motorrennsport der Traum von Alex Innocenti. Dass er ihn trotz seiner Behinderung weiterhin leben kann, verdankt er dem Zusammenspiel aus eisernem Willen, Ingenieurstechnik, 3-D-Druck und Hacking, also der Anpassung von Maschinen an persönliche Bedürfnisse. Woran auch im Fablab tagtäglich getüftelt wird, gelang Innocenti und seinem Mechanikerteam dank Spezialvorrichtungen, die in 3-D ausgedruckt werden und die vollständige Steuerung seiner MV Augusta mit den Händen ermöglichen.

Wie weit er damit kommt, bewies der Rennfahrer, der dazu beigetragen hat, Grand-Prix-Strecken für Motorradrennen von Menschen mit Behinderung zu öffnen, in diesem Jahr nicht zuletzt beim Bridgestone Handy Race, einer internationalen Rennseriefür körperlich beeinträchtigte Motorradfahrer. Innocenti nahm daran in der Klasse 600cc teil und wurde für sein Durchhaltvermögen mit dem Alan-Kempster-Preis ausgezeichnet, der zu Ehren des heuer verstorbenen australischen Rennfahrers mit nur einem Arm und Bein vergeben wird.

“Am 29. November wird Alex hier persönlich erzählen, wie viel Kraft, aber auch Liebe und Leidenschaft er in die Realisierung seines Traums steckt, auf welche Hindernisse er in seinem persönlichen und sportlichen Leben stößt und wie ihn technologische Innovationen bei ihrer Überwindung unterstützen“, kündigen Kathrin Kofler und Ermano Zanella an, die das Event als Mitarbeiter des Fablab organisieren.

Mehr über das Fablab: https://www.facebook.com/bitzunibzfablab/

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Jenseits der eigenen Grenzen"


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Jefe
Jefe
Tratscher
19 Tage 14 h

bravo…hut ab…

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