Konton-Management hatte von der Annahme abgeraten

Keine Mehrheit für Kontron-Großaktionär Ennoconn

Donnerstag, 30. Juli 2026 | 16:44 Uhr

Von: importer

Der größte Aktionär des oberösterreichischen Technologiekonzerns Kontron (früher: S&T), die Ennoconn Corporation mit Sitz in Taiwan, wird keine Mehrheit der Stimmrechte an Kontron halten. Das gab der in Frankfurt börsennotierte Konzern am Donnerstag bekannt. Nach Ende der Annahmefrist des öffentlichen Pflichtangebots wurden der Ennoconn insgesamt 12,289.840 Aktien (etwa 19,5 Prozent) angedient. Das Konton-Management hatte zuvor von der Annahme abgeraten.

Der Angebotspreis von 23,50 Euro je Aktie sei “finanziell nicht angemessen und liegt deutlich unter den zuletzt veröffentlichten Analystenkursen”, hieß es Anfang Juli vom Kontron-Management. Der Angebotspreis lag zudem um 0,26 Euro unter dem Durchschnittsaktienkurs der Kontron-Papiere der letzten zwölf Monate, hatten der Vorstand und die Mitglieder des Übernahmeausschusses des Kontron-Aufsichtsrats damals mitgeteilt.

Aktien-Anzahl kann sich noch verringern

Die eingelieferten Aktien seien noch nicht an die Ennoconn übertragen worden, hieß es weiter in der Aussendung von Kontron. Es seien noch nicht alle aufschiebende Bedingungen des Angebots eingetreten. Die Anzahl könne sich noch verringern, nicht aber erhöhen, “da Aktionäre im Zeitraum seit dem Ende der Angebotsfrist bis zur Bekanntmachung des Eintritts aller Angebotsbedingungen ein Rücktrittsrecht haben”.

Grund für das Pflichtangebot war, dass Ennoconn die Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte von Kontron überschritt. Ennoconn ist eine Tochter von Foxconn, des größten Elektronik-Auftragsfertigers am Globus.

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