Alfreider zieht Halbzeitbilanz mit Rekordinvestitionen und Öffi-Boom

Milliarden für die Mobilität

Mittwoch, 29. Juli 2026 | 16:05 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Zur Halbzeit der Legislaturperiode zieht Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider eine positive Bilanz. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Investitionen in die Straßeninfrastruktur sowie zusätzliche Finanzmittel für große Mobilitätsprojekte. Insgesamt sei es gelungen, rund eine Milliarde Euro an staatlichen und europäischen Geldern für Südtirol zu sichern.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Südtirolmobil Pass, dessen Nutzung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Mit Stand 30. Juni 2026 sind laut Land 372.010 Abonnements registriert. Das sind 3,5 Prozent mehr als 2025 und rund 52 Prozent mehr als 2021. Neu hinzugekommen ist das Jahresabo Fix365, das sich speziell an Arbeitnehmer richtet und das bestehende Angebot für Kinder, Jugendliche, Studierende und Senioren ergänzt.

Von den insgesamt 372.010 Abonnements entfallen rund 170.000 auf die Modelle Flex und FlexFamily, knapp 81.000 auf U19- und U26-Abos sowie gut 50.000 auf Fix365 und Fix30. Nach Angaben Alfreiders zeigt diese Entwicklung, dass der öffentliche Verkehr für immer mehr Menschen eine attraktive Alternative zum Auto geworden ist.

Auch die Straßeninfrastruktur war ein Schwerpunkt der bisherigen Amtszeit. Rund 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Straßendienstes sorgen laut Land ganzjährig für den Betrieb und die Instandhaltung des Straßennetzes. In den vergangenen vier Jahren wurden demnach rund 290 Kilometer Fahrbahn saniert, durchschnittlich 15 Brücken pro Jahr erneuert sowie jährlich rund 7,5 Kilometer Leitplanken ersetzt oder neu errichtet. Das Land verwaltet insgesamt 1.668 Brücken sowie zahlreiche Tunnel und Stützbauwerke. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse werde verstärkt in Hangbefestigungen, Schutzbauten und die Modernisierung der Infrastruktur investiert.

Als weiteren Erfolg bezeichnet Alfreider die Sicherung von rund einer Milliarde Euro an zusätzlichen Finanzierungen aus staatlichen und europäischen Programmen innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre. Rund 500 Millionen Euro fließen demnach in Bahn- und Infrastrukturprojekte, darunter die Riggertalschleife, der Virgltunnel, neue Coradia-Stream-Züge, die Remise Bozen und die Bahnhaltestelle St. Jakob. Weitere 190 Millionen Euro sind für den Ausgleich gestiegener Baukosten vorgesehen.

Zusätzlich wurden 170 Millionen Euro für Mobilitätsprojekte im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen bereitgestellt. Weitere 140 Millionen Euro sollen unter anderem in den Ausbau der Radmobilität, die neue Seilbahn Jenesien sowie die Wasserstoffproduktion fließen.

Alfreider betonte, die zusätzlichen Mittel seien das Ergebnis einer langfristigen Projektplanung sowie der Zusammenarbeit mit dem Staat, der Europäischen Union und weiteren Partnern. Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Mobilität in Südtirol nachhaltiger und leistungsfähiger zu gestalten.

Bezirk: Bozen

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