"Eltern sollen für Zeit mit ihren Kindern nicht bezahlen müssen"

KFS zur Online-Petition der Elterninitiative

Donnerstag, 31. Januar 2019 | 17:19 Uhr

Bozen – Zahlreiche Eltern fordern in einer Online-Petition die Abänderung der neuen Kriterien zur Finanzierung der Kleinkindbetreuung durch die Landesregierung. Auch der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) unterstützt diese Elterninitiative.

„Der finanzielle Druck und die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen vielen Familien keine echte Wahlfreiheit zwischen den Betreuungsformen, was sicherlich nicht zum Wohle des einzelnen Kindes ist“, stellt KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner fest. Umso wichtiger ist es, dass Eltern, die eine außerfamiliäre Betreuung für ihr Kind wählen, einen qualitativ hochwertigen Dienst vorfinden. Drei Wochen dürfen Kinder, die in Kitas oder bei Tagesmüttern untergebracht sind, zu Hause bleiben. Die Lebensrealität vieler Familien sieht jedoch ganz anders aus und die drei Wochen sind bald erschöpft. „Dass die restlichen Fehlzeiten nun zu 100 Prozent auf die Eltern abgewälzt werden sollen, zeugt von einem niedrigen sozialen Level in unserem Land. Auch Krankheitszeiträume dürfen nicht durchökonomisiert werden“, betont Mitterrutzner. Eltern, die mehr Zeit für ihre Kinder finden, sollten auf keinen Fall für diese Zeit draufzahlen müssen. Die Betreuung durch die Eltern sei im Zweifel immer der Fremdbetreuung vorzuziehen. Was die Platzgarantie in Kitas und bei Tagesmüttern betrifft, gelte es auf alle Fälle neue Vereinbarungen zu treffen, immer auch im Sinne der dort Angestellten.

Auch dürfe auf die vielen Eltern nicht vergessen werden, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Sie erhalten weder eine ideelle noch finanzielle Anerkennung ihrer Erziehungsarbeit – von den 200 Euro Familiengeld abgesehen. Hier müssen neue Rahmenbedingungen geschaffen werden – auch für die Altersvorsorge, fordert der Familienverband.

 

Die familienpolitischen Forderungen des KFS:

 

•               Wir wollen eine positive Einstellung und Sichtweise zur Familie vermitteln

•               Wir fordern echte Wahlfreiheit für die Eltern

•               Wir möchten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser möglich machen

•               Wir fordern die volle Anerkennung der Erziehung- und Pflegezeiten für die Rente

•               Wir fordern eine qualitativ hochwertige außerfamiliäre Kinderbetreuung

•               Wir fordern leistbares Wohnen für junge Familien

•               Wir fordern die Verbesserung der finanziellen Förderung der Familien

•               Wir fordern steuerliche Erleichterungen

•               Familiengemeinschaften sollen gestärkt werden

Mehr Infos: https://www.familienverband.it/familienpolitik/politische-ziele

Von: luk

Bezirk: Bozen

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