"Intensiv und konstruktiv"

Kollektivvertragsverhandlungen: Noch zwei weitere Treffen

Mittwoch, 12. Juni 2019 | 15:57 Uhr

Bozen – “Intensiv und konstruktiv” war nach den Worten von Generaldirektor Steiner, der die öffentliche Delegation anführt, die heutige Verhandlungsrunde im Landhaus 1 in Bozen.

Ab 9.00 Uhr früh saßen sich heute die Gewerkschaften der rund 42.000 öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation im Landhaus 1 in Bozen gegenüber, um über den neuen Bereichsübergreifenden Kollekt ivvertrag (BÜKV) zu verhandeln. Auf dem Tisch lag der Vorschlag des Landes, ein Paket von insgesamt sechs Maßnahmen.

Generaldirektor Alexander Steiner bekräftigte zum Auftakt der Verhandlungsrunde erneut, dass es gesetzlich nicht möglich sei, den durch den Vertragsstopp entstandenen Kaufkraftverlust der vergangenen Jahre vollständig wett zu machen. Aus diesem Grund habe man aber ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das “den öffentlichen Bediensteten auch in Zukunft eine angemessene Entlohnung sichern” solle.

Neben der gesamtstaatlichen Inflationsanpassung (IPCA) von insgesamt 3,0 Prozent (0,9 Prozent für das Jahr 2019, 1 Prozent für 2020 sowie 1,1 Prozent für das Jahr 2021) wurde heute von der öffentlichen Delegation auch der vom Landesstatistikinstitut ASTAT neu ausgearbeitete und berechnete “IPCA–Südtirol–Index”  präsentiert, welcher der lokalen Preisentwicklung im Lande Rechnung trägt und eine zusätzliche Lohnanpassung der Grundgehälter von 1,8 Prozent für den Dreijahreszeitraum vorsieht.

Neben dieser Lohnanpassung sollen künftig alle Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltung auch Essensgutscheine im Wert von sieben Euro pro Tag erhalten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu steigern, soll das Lohngefüge für Neueinsteigende in den öffentlichen Dienst verbessert werden. “Wir möchten die Gehaltsentwicklung unserer jungen Mitarbeiter so umgestalten, dass sie in der Anfangsphase ihrer Berufskarriere mehr Geld zur Verfügung haben”, erläuterte der Generaldirektor das Ansinnen des Landes.

“Wir konnten heute eine Reihe von Fragen klären und sind in unseren Gesprächen einen Schritt weitergekommen”, sagte Delegationsleiter Steiner im Anschluss an das Treffen, “weitere zwei Treffen im Juni wurden bereits vereinbart.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Kollektivvertragsverhandlungen: Noch zwei weitere Treffen"


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Loam
Loam
Tratscher
7 Tage 11 h

Interessant für 500 Führungskräfte konnte man 2018 eine durchschnittliche Lohnerhöhungen von 18.000Euro pro Führungskraft und Jahr machen.
Je nachdem wie es mit den Kollektivverträgen für das Fußvolk ausgehen wird kann ich nur sagen, wie die Verpflegung so die Bewegung.

Savonarola
7 Tage 6 h

@ loam

den Führungskräften wurde aber auch das fixe Lohnelement genommen

Trotzerin
Trotzerin
Neuling
7 Tage 3 h

@avonarola Tun sie dir etwa leid ???? Sie verdienen eh schon gut !!

Chicco
Chicco
Grünschnabel
7 Tage 12 h

Gesetzlich nicht möglich ?! Was soll dass den heissen ?! Alles ist möglich wenn der Wille da ist !! Ist unsere Autonomie den gar nichts mehr wert , außer bei euren Gehältern,da zählt sie noch !!

Gitte
Gitte
Grünschnabel
7 Tage 10 h

Nein! Nein! Und nochmals nein!!! Damit sind wir nie und nimmer einverstanden!!! Wir lassen uns nicht weiter für dumm verkaufen!!! Wir wollen endlich den Ausgleich für den entgangenen Kaufkraftverlust!!! Warum war bei den Führungskräften so eine fette Erhöhung möglich? Wir wollen die gleiche Lohnerhöhung erhalten!!! Sonst könnt ihr euch in Zukunft die Arbeit selber machen!!! Versteht ihr denn immer noch nicht, dass ihr auf uns “Fußvolk” angewiesen seid??? Mal überlegt, was ihr ohne uns wärt?

walter1
walter1
Grünschnabel
7 Tage 5 h

suech dir holt a ondere orbat

Trotzerin
Trotzerin
Neuling
7 Tage 3 h

Sie könnens einfach nicht lassen …..u. meinen auch noch uns damit abfertigen zu können . Es ist beschämend wieviel ” Wertschätzung “!!! das Fußvolk bekommt . Sie schauen aber schon , daß sie gut mit ihren Gehältern abschneiden …..einmal ihres unter Dach u. Fach …..interessiert es sie kaum , was die anderen bekommen sollten . Das nächste mal bitte auch die Führungskräfte nicht so schnell , mit so großen Lohnerhöhungen abfertigen !!!

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
7 Tage 8 h

Ich denke, das sollte wohl reichen, schließlich ist das Land kein Selbstbedienungsladen!

Aurus
Aurus
Grünschnabel
7 Tage 8 h

Diese Kollektivverhandlungen sind eine Komödie vom Feinsten. Da werden einige gelacht haben, wenn sie sich die Aussage ausgeheckt haben, der geforderte Inflationsausgelich sei gesetzlich nicht möglich. Da sitzen mir ein paar lustige Clowns in der Landesregierung!

Paulus
Paulus
Grünschnabel
7 Tage 7 h

Von: Zirka 4.000 Gemeindebedienstete
Datum: 10. Juni 2019 um 20:28:04 MESZ
An: landeshauptmann@provinz.bz.it
Betreff: Nebentätigkeit für Gemeindebedienstete gegenüber Landesbediensteten vollkommen diskriminierend!

redbull
redbull
Tratscher
7 Tage 8 h

jojo und wonn werdn die ondern KV neu verhondelt zb Handel? do verdient a viel zu wianig! obo die heilign öb wern olm hofiert im lande.

Savonarola
7 Tage 6 h

Wenn es nicht möglich ist, Lohnerhöhungen zu gewähren, die über die Inflation hinausgehen, wie der LH in einer Zeitung gesagt haben soll, dann frage ich mich schon, wozu es Vertragsverhandlungen überhaupt noch braucht. Wieso macht man dann nicht ein Gesetz, das solche automatische Lohnanpassungen vorsieht, dann spart man sich Zeit und Nerven.

jagerander
jagerander
Grünschnabel
6 Tage 21 h

immer beim volk sparen…..

buggler2
buggler2
Grünschnabel
6 Tage 20 h

Angemessene Entlohnung zu sichern, frage ist seine eigene entlohnung Angemessen?

buggler2
buggler2
Grünschnabel
6 Tage 20 h

Man braucht dann nur das Vertragsmodell des Herrn Steiner auf die einfachen Angestellten zu übertragen dann passt ja alles.

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