Coworking-Spaces in Südtirols Dörfern

Landesregierung will Homeworking erleichtern und Arbeitswege verkürzen

Dienstag, 14. September 2021 | 15:27 Uhr

Bozen – Die Landesregierung will die Errichtung von Mehrzweckarbeitsplätzen in der Peripherie vorantreiben. Dadurch sollen das Homeworking erleichtert und Arbeitswege verkürzt werden.
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­Um das smarte und wohnortnahe Arbeiten zu fördern und dessen Qualität zu sichern hat sich die Landesregierung heute (14. September) auf der Grundlage eines Beschlussantrages des Südtiroler Landtags darauf verständigt, die Schaffung so genannter Coworking- Arbeitsplätze systematisch anzugehen. Zum einen soll erhoben werden, wie viele solcher gemeinschaftlichen Arbeitsplätze benötigt werden und wo Bedarf besteht. Die Erhebung wird sowohl die öffentliche Verwaltung als auch die Privatwirtschaft berücksichtigen. In der Folge soll dann überprüft werden, welche (leerstehenden) Liegenschaften für diesen Zweck genutzt werden können. Auf der Grundlage dieser Analysen wird dann ein Vorschlag für die Ansiedlung dieser Arbeitsplätze erstellt.

“Es gibt in vielen Ländern – besonders im skandinavischen Raum – eine verstärkte Tendenz gemeinschaftliche Arbeitsräume in Wohnortnähe zu schaffen”, sagte Landeshauptmann Kompatscher, “wir möchten vor allem Coworking-Arbeitsplätze an peripheren, über das gesamte Gebiet verstreuten Standorten unterbringen und damit den Arbeitnehmenden als Alternative zu einem vielleicht beengten Arbeitsplatz zuhause wohnortnahen Arbeitsraum mit den nötigen Netz-Infrastruktur bieten.”

Das Land Südtirol befasst sich – wie viele andere Arbeitgebende – schon seit Jahren mit dem Thema von Heim- und Telearbeit. Die Corona-Pandemie hat die Einführung des ortsunabhängigen, flexiblen Arbeitens, des Smart Workings notwendig gemacht und einen Entwicklungsschub in Sachen Digitalisierung bewirkt. “Die neuen Arbeitsformen bringen Vorteile für Unternehmen und Arbeitnehmende mit sich“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher heute bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit werde verbessert, die Anfahrtszeiten und Arbeitswege verkürzt, der Verkehr und das Pendeln verringert.

Der englische Begriff Coworking-Spaces  bezeichnet flexible, gemeinsam genutzte Arbeitsräume, die mit der nötigen Infrastruktur wie Netz, Telefon, Drucker und Scanner ausgestattet und unternehmensübergreifend organisiert sind.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Landesregierung will Homeworking erleichtern und Arbeitswege verkürzen"


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Selwoll
Selwoll
Grünschnabel
6 Tage 9 Min

na wos tiat es denn in de Schinter nou olls oun? 🙂
vergesst nit Kaffemaschinen aufzustelln, an olle  neuralgischen  Punkte, sunsch.. sich i schworz

stripped
stripped
Grünschnabel
5 Tage 22 h

dann müssen al die beamten noch nicht mal zum arbeitsplatz fahren und können zuhause nichts tun😂😂😂😂

sixtus
sixtus
Tratscher
5 Tage 21 h

Ich hoffe dass unserem LH auch klar ist, dass wenn 1000 Pendler in homeoffice oder ähnliches sind, diese kein Zugticket zahlen, zu Mittag nicht in einer Bar oder Restaurant essen gehen und auch nicht kleinere Einkäufe machen werden. Der LH sollte mir den wirtschaftlichen Schaden mitteilen denn die verschiedenen Wirtschaftstreibenden durch diese neuen Maßnahmen erleiden werden. Achtung hierzu gibt es eine Studie für London….

rosengarten
rosengarten
Neuling
5 Tage 9 h

Vielleicht kaufen die Leute dann ja wieder Kleinigkeiten im Dorf oder beim Bauern nebenan? und wer sagt, dass die ein Busticket gekauft hätten… kann mir vorstellen, dass da viele dabei sind die sonst alleine mit dem Auto zur Arbeit fahren würden…

Herbert01
Herbert01
Tratscher
5 Tage 23 h

Jo, Jo. Vielleicht bei den Öffentlichen!!!

Johannes
Johannes
Tratscher
5 Tage 17 h

Sehr gute…. Smartworking und Homeoffice müssen mit aller Kraft umgesetzt und gefestigt werden. Nur so kann ein großer Teil der Bevölkerung lange produktiv bleiben!

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