Landesverwaltung wartet auf die Einsetzung des Verwaltungskomitees

Lokaler Solidaritätsfonds bald Wirklichkeit

Freitag, 03. März 2017 | 15:56 Uhr

Bozen – Das Arbeits- und Finanzministerium hat kürzlich die Errichtung des Solidaritätsfonds in Südtirol gutgeheißen, nachdem bereits von Seiten des NISF/INPS die Finanzierbarkeit festgestellt wurde und der Landeshauptmann Arno Kompatscher das notwendige Einvernehmen mit den Ministerien getroffen hat. „Nun warten wir auf den letzten Schritt zum Start des Fonds, nämlich auf die Ernennung der Mitglieder des Verwaltungskomitees durch das Arbeitsministerium“, sagt Arbeitslandesrätin Martha Stocker. Die entsprechenden namentlichen Vorschläge sind im Jänner nach Rom gesandt worden. Dabei hat die Landesverwaltung sowohl der proporzmäßigen als auch der geschlechtermäßigen Zusammensetzung des Komitees Rechnung getragen.

Der Fonds wird künftig die außerordentliche Lohnausgleichskasse ablösen. Mit den Mitteln werden Arbeitnehmende unterstützt, deren Arbeitstätigkeit reduziert oder ausgesetzt wird, die den Arbeitsplatz verlieren oder von einem Lohnausgleich betroffen sind. Auch Bildungsprogramme für eine berufliche Weiterbildung oder Neuorientierung können damit finanziert werden.

Wie der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Helmuth Sinn, mitteilt, können die Betriebe und Unternehmen dem Fonds beitreten, sobald das Ministerialdekretes über die Errichtung des Solidaritätsfonds im Amtsblatt der Republik veröffentlicht wird. Dies dürfte demnächst erfolgen. „Sobald hingegen die Mitglieder des Verwaltungskomitees ernannt sind, können auch die vorgesehene Leistungen aus dem Fonds beantragt werden“, sagt Abteilungsdirektor Sinn.

Dem Start des Solidaritätsfonds gingen verschiedene Schritte von Seiten der Sozialpartner und der Landesabteilung Arbeit voraus. So wurde von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ein Landesabkommen über die Gründung des Fonds unterzeichnet, von der Landesabteilung Arbeit ein Finanzierungsplan ausgearbeitet und die Schritte zur Ernennung des Verwaltungskomitees eingeleitet.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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