Land will Qualität seiner Arbeit systematisch steigern

“Man muss das Rad nicht neu erfinden”

Donnerstag, 05. April 2018 | 15:43 Uhr

Bozen – Seit 2015 wird über die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in der Landesverwaltung diskutiert, alle Instrumente und Vorschläge sollen einfließen.

Rund hundert Führungskräfte der Landesverwaltung haben sich im Rahmen des Tages der Qualität mit der Frage befasst, wie die Landesverwaltung die Qualität ihrer Arbeit systematisch steigern kann. Zu diesem Zweck hat die Generaldirektion des Landes eine Tagung an der EURAC organisiert, bei der der Fokus auf gute Beispiele aus der Praxis gelegt wurde.

“Qualitätsmanagement haben wir in unserem Projekt der Verwaltungsinnovation 2018 als wichtigen Baustein definiert, der dazu beitragen soll, Prozesse und Verfahren möglichst einfach und effizient zu gestalte”, betonte Verwaltungslandesrätin Waltraud Deeg. Ziel sei eine kontinuierlich lernende Verwaltung, die auch mithilfe des Feedbacks der Bürger, Unternehmen und anderen Verwaltungen einen Prozess der ständigen Verbesserung durchlaufe.

Der Generaldirektor der Landesverwaltung, Hanspeter Staffler, hob in seiner Einführung hervor, dass sich Qualität nicht nur am Ergebnis messen lasse. Alle Schritte eines Arbeitsprozesses müssten analysiert und optimiert werden, um ein qualitativ hochwertiges Resultat zu erreichen. Ziel des “Tages der Qualität” sei es daher auch, das Bewusstsein für den Qualitätsgedanken zu festigen.

Als Gastreferent sprach Kurt Promberger, Professor an der Universität Innsbruck, über Wege zur Umsetzung von Qualitätsinitiativen. Er berichtete unter anderem vom Prozess der Verwaltungsinnovation, der im Land Tirol im engen Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung erfolgreich umgesetzt wurde. Cristina Pierotti gab einen Einblick in die eigene Erfahrung im Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems in der Gemeinde Bozen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden fünf erfolgreiche Erfahrungsbeispiele aus der Landesverwaltung vorgestellt. Die Veranstaltung moderierte Josef Bernhart vom EURAC-Institut für Public Management.

Vorarbeiten für die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in der Landesverwaltung hat es schon gegeben: So hat 2015 unter anderem eine Arbeitsgruppe zum Thema “Management und Leadership in der Südtiroler Landesverwaltung” im Rahmen mehrerer Workshops ein Konzept erarbeitet. Etwa zeitgleich fand ein Lern-Café für Führungskräfte zum Thema Qualitätsmanagement statt; rund ein Jahr später organisierte die Generaldirektion zwei ressortübergreifende Workshops zum Thema “Entwicklung eines umfassenden Managementsystems zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung”.

“In der Landesverwaltung verfügen wir bereits über interessante Erfahrungen und Instrumente. Die Herausforderung liegt darin, diese so zu verknüpfen und zu ergänzen, dass daraus ein flächendeckendes Qualitätsmanagement-System entsteht”, sagte Deeg.

Von: mho

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