Seilbahnunternehmer sehen Berg und Natur als wertvollste Ressource

“Nachhaltigkeit als entscheidender Wettbewerbsfaktor”

Freitag, 27. Februar 2026 | 10:16 Uhr

Von: mk

Bozen – Investitionen in Emissionsreduzierungen, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stellen für Südtirols Aufstiegsanlagen längst einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar, denn der Berg und die Natur zählen für die Branche zur wertvollsten Ressource. Die Auswirkungen der Erderwärmung sehen gerade Betreiber von Aufstiegsanlagen laufend, in den letzten 40 Jahren haben sowohl Schneehöhen am Boden als auch der Neuschnee abgenommen, der nachhaltige Weg ist also der einzig gangbare.

„Große wie kleine Betreiber von Aufstiegsanlagen arbeiten schon längst in Richtung nachhaltige Betriebsführung. Die Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmern beziehen mittlerweile ausschließlich grüne Energie, Fuhrpark und Pistenpräparierungsgeräte werden zunehmend durch erneuerbare Energieträger betrieben. Parkplätze, Aufstiegsanlagen, dazu gehörende Gebäude und Speicherbecken bieten viel Potential und Nutzungsfläche für weitere Photovoltaikanlagen, die neben der Eigenversorgung auch Stromlieferungen an Dritte ermöglichen könnten. Alle in Südtirol bestehenden mittleren und große Skigebiete führen laufend Erhebungen und Analysen zu Treibhausgasemissionen durch“, erklärt der Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer, Helmut Sartori.

Wie der Verband der Seilbahnunternehmer unterstreicht, sind CO2-Bilanzen heute unternehmensstrategische Daten, welche die Planung von Investitionen erleichtern und bei der Einsparung von Ressourcen und Betriebskosten helfen und Potential zur Verbesserung aufzeigen – und zwar für Skigebiete aller Größen. „Eine Nachhaltigkeitszertifzierung ist dann ein weiterer Schritt, um diese Maßnahmen in einem Dokument zusammenzufassen. Den Betreibern geht es aber primär darum, sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten, Kältefenster optimal für die Schneeproduktion zu nutzen und in Richtung Reduktion von Treibhausemissionen zu erweitern (im Betrieb aber auch entlang der (Zu-) Lieferketten). Anderorts gibt es bereits Schließungen von Skigebieten aufgrund von Schneemangel und Unwirtschaftlichkeit“, so Sartori.

Fakt ist, dass lediglich 20 Prozent des Winterschneetourismus durch alternative Aktivitäten abgefedert werden könnten. Skifahren ist und bleibt somit ein ganz bedeutender Wirtschaftsfaktor für Südtirol. „Die Aufstiegsanlagen sind Arbeitgeber für fast 2400 Menschen, der jährlich in Südtirol durch den Skibetrieb generierte lokale Mehrwert beträgt 1,9 Milliarden Euro. Alleine in der Sommersaison 23 und Wintersaison 23/24 wurden durch den Tourismus von Seilbahnen 280 Millionen Steuereinnahmen auf Landes- sowie Gemeindeebene generiert – Gelder die u.a. für soziale Dienste gebraucht werden und so der ganzen Bevölkerung zugutekommen“, erinnert Helmut Sartori abschließend.

Bezirk: Bozen

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