Forderung der Allianz für den freien Sonntag

Neue Regierung: “Jetzt über den freien Sonntag diskutieren”

Mittwoch, 26. Oktober 2022 | 14:59 Uhr

Bozen – Die neue Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat in ihrer Regierungserklärung zugesichert, dass Verhandlungen geführt werden, um die seit 1992 verlorenen Zuständigkeiten des Landes Südtirol wieder herzustellen. “Zu diesen autonomen Zuständigkeiten dazu gehört auch die Durchführungsbestimmung zu den Öffnungszeiten im Handel, mit denen das Land auch die Sonntagsschließungen selbst festlegen kann”, so die Allianz für den freien Sonntag.

“In den vergangenen Jahren wurde von politischen Vertreterinnen und Vertretern immer wieder betont, sich für die Sonntagsruhe stark zu machen und geeignete Maßnahmen zu setzen, die zur Einschränkung der Sonn- und Feiertagsarbeit beitragen. Sollte es zur Rückübertragung der Kompetenzen zur Regelung der Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen an die Autonome Provinz Bozen kommen, werden wir sehen, ob unsere politischen Vertreterinnen und Vertreter zu ihrem Wort stehen und sich für eine konsequente Eindämmung verkaufsoffener Sonn- und Feiertage einsetzen“, so die Allianz für den freien Sonntag, die darauf verweist, dass der arbeitsfreie Sonntag eine Grenze zwischen fremdbestimmter und selbstbestimmter Zeit bedeutet, Zeitwohlstand und Lebensqualität garantiert – für die Einzelperson als auch für die Gesellschaft.

Der Zeitpunkt sei günstig, um über die Sonntagsschließungen zu diskutieren und diese voranzutreiben – nicht nur weil viele Betriebe händeringend nach Personal suchen und der Handel durch die Sonntagsschließungen als Arbeitsplatz attraktiver werden würde. “Die Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen schafft zudem die Voraussetzung, damit eine religiöse Praxis möglich ist und das Pfarrleben in seinen vielfältigen Ausprägungen erhalten werden kann”, heißt es weiter.

 

Der Allianz für den freien Sonntag gehören an:

·       Diözese Bozen-Brixen

·       Katholisches Forum

·       Consulta dei laici

·       Evangelisch-Lutherische Gemeinde

·       Rumänisch-orthodoxe Gemeinde

·       der Allgemeine Gewerkschaftsbund (AGB/CGIL)

·       der Südtiroler Gewerkschaftsbund (SGB/CISL)

·       die Südtiroler Gewerkschaftskammer (SGK/UIL)

·       der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB)

·       der Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds).

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Neue Regierung: “Jetzt über den freien Sonntag diskutieren”"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 Tage

…man hat uns immer beteuert, unsere Autonomie ist international abgesichert und niemand kann sie anrühren…wieso wurde die dann seit 1992 andauernd beschnitten und ausgehölt?…hat man uns also reingelegt und belogen?…

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

@Doolin… wir haben keine Vollautonomie….deshalb sollte man nicht Rüben mit Feigen verwechseln….. alles ist nicht schlechter geworden, der Sichtvermerk auf Landesgesetze ist weggefallen und auch das “nationale Interesse”, mit dem der Staat so einiges aufzwungen werden kann…damit ist das “zurück zu 1992” für mich nicht unbedingt gut…

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

@Doolin…. 1992 war der Stromsektor staatliche Kompetenz, wenn wir zurückkehren wird der Staat bestimmen und der Staat kassieren. Naja, so ganz belogen und reingelegt würde ich mit Vorsicht benutzen…

hoffnung
hoffnung
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Mit der Zeit schließt bald jeder Sonntags – nicht nur die Geschäfte, auch viele Wirtshäuser. Was machen dann all diejenigen die jetzt am Sonntag frei haben? Die Wirtshäuser die an Sonntagen noch offen haben, sind ja schon total überfüllt.

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 8 Tage

ich kaufe grundsätzlich nur an Sonn- u Feiertagen ein

ifassesnet
ifassesnet
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Und was ist mit Busfahrern, Baristen, Köchen, Pfarrer, Krankenschwestern und Ärzten???
.
Die Katholische Allianz soll nicht jammern!!!

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