Eines der in der Straße von Hormuz attackierten Schiffe

Nur 77 Schiffe querten seit Kriegsbeginn Straße von Hormuz

Freitag, 13. März 2026 | 19:52 Uhr

Von: APA/AFP

Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen haben einer auf Seetransporte spezialisierten Website zufolge statt über tausend nur 77 Schiffe die Straße von Hormuz passiert. Mehr als die Hälfte dieser Schiffe gehöre zur sogenannten Schattenflotte, erklärte “Lloyd’s List Intelligence” am Freitag. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen insbesondere Russland und der Iran internationale Sanktionen umgehen.

Die seit Monatsbeginn verzeichneten 77 Durchfahrten durch die Straße von Hormuz bedeuten “Lloyd’s List Intelligence” zufolge einen massiven Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vom 1. bis zum 11. März 2025 wurden demnach 1299 Durchfahrten registriert.

Seit Beginn des Krieges am 28. Februar wurde die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran auch Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Seit Anfang März wurden UK Maritime Trade Operations zufolge 20 Handelsschiffe, darunter neun Öltanker, angegriffen oder es wurden Vorfälle gemeldet. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bestätigte 16 Vorfälle in dem Gebiet, darunter acht mit Öltankern.

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