Saftige Strafen zugestellt

Ortstaxe: Übereifrige Beamte in Sexten?

Samstag, 10. Februar 2018 | 10:06 Uhr

Sexten – In Sexten gehen die Hoteliers auf die Barrikaden. Die Gemeinde hat zahlreichen Hotelbetreibern im Ort Strafbescheide in Höhe von bis zu mehreren 1.000 Euro zugestellt, weil die Ortstaxe angeblich zu spät eingezahlt wurde, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Beim HGV rechnet man damit, dass nicht alles so heiß gegessen wie gekocht wird.

Alle Hoteliers müssen in Südtirol ist laut Landesgesetz zur Finanzierung im Tourismus die Ortstaxe bis zum 15. des Folgemonats an die jeweilige Gemeinde überweisen. Die Gemeindeverwaltung in Sexten legte dies nun so aus, dass jeder Hotelier, von dem bis zum 15. das Geld bei der Gemeinde nicht eingetroffen ist, abgestraft wird.

Laut Ester Demetz, der Leiterin der Rechtsabteilung im Hoteliers- und Gastwirteverband, habe man sich mit dem Gemeindenverband jedoch darauf geeinigt, dass nicht der Zahlungseingang, sondern das Datum der Auftragserteilung entscheidend sei – eigentlich ein ganz normales Prozedere.

Demetz geht nun davon aus, dass die Gemeinde die Strafen gegen die eigenen Hoteliers nicht geltend machen wird. Dass weitere Gemeinden in Südtirol dem Übereifer von Sextens Gemeindeverwaltung folgen, glaubt man beim HGV ebenfalls nicht.

Mehr lest ihr in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts Dolomiten!

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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16 Kommentare auf "Ortstaxe: Übereifrige Beamte in Sexten?"


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ITler
ITler
Grünschnabel
9 Tage 23 h

Das Datum der Auftragserteilung ist komplett irrelevant. Bei jeglichen Zahlungen. Rechnungen an Unternehmen, Steuerzahlungen etc!

Susi
Susi
Neuling
9 Tage 17 h

Und wann wird die Gemeinde mal mit der Erhebung der Ortstaxen auf Zweitwohnungen, Airbnb Vermietungen, Schwarz vermieteten etc. erheben? Diese “Gäste” nutzen ja auch die schönen Leistungen der Gemeinde wie Straßen, Wanderwege etc. für die die Ortstaxe gedacht ist. Die Hoteliers zahlen ja die Ortstaxe, egal ob am 15. oder erst am 30. ….und all die anderen “Gästeschmarotzer”???

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
9 Tage 7 Min

Eine Steuer auf Schwarz vermieten …
Für den Rest … sobald die entsprechenden Gesetze da sind.

schreibt...
schreibt...
Grünschnabel
9 Tage 19 h

Strafe muß sein! 😜😇😜

danii
danii
Neuling
9 Tage 15 h

für was? es wurde termingerecht eingezahlt….

Guri
Guri
Grünschnabel
9 Tage 17 h

So geht’s im Beamten Land Südtirol zu

bern
bern
Superredner
9 Tage 19 h

Die SVP redet immer von Bürokratieabbau und dann erfinden sie eine Steuer, die man JEDES Monat zahlen muss.
Einmal alle halbe Jahre würde auch reichen…..es bleibt ja immer gleich viel.

Etschi
Etschi
Tratscher
9 Tage 10 h

Warum geht das monatliche Bezahlen dann bei Stromrechnung, Telefonrechnung usw?

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
9 Tage 21 h

Geldschulden sind Bringschulden!

Gredner
Gredner
Superredner
9 Tage 20 h

In Gröden ist es sogar so, dass explizit am 15. bezahlt werden muss, nicht ein paar Tage davor.

Simba
Simba
Grünschnabel
8 Tage 2 h

Die Grödner sind immer extra Würste.

iluap
iluap
Neuling
9 Tage 19 h

Wenn ich am Tag der Fälligkeit die Überwiesung tätige ist das ok und nie und nimmer strafbar.

berthu
berthu
Tratscher
9 Tage 18 h

Auch wenn pünktlich beauftragt wird, so spielen die Banken immer noch mit vielen Ausreden beim Buchungsdatum: der Verfügbarkeit, Wochenende, Arbeitstage, Feiertage, Distanz, fremde Bank usw. Bei den Zinszahlen eigentlich irrevalant für alle. Erst wenn die Beträge 1:1 zeitlich das Konto wechseln, kann man die Pünktlichkeit messen.
Die datentechnischen Voraussetzungen sind längst gegeben. Wie beim Handynetz – Limit erreicht – Warnung -Verbindung reduziert, gekappt oder deftiger Aufschlag. Andererseits kann man sich nicht drauf verlassen, daß der Zugang zum OnlineBanking immer aktiv ist.
Auch da ist Sicherheit notwendig.

Orschgeige
Orschgeige
Grünschnabel
9 Tage 13 h

Des hot nichts mit Übereifer zu tian. In Sextn sog man dozui “afn Seckl gian”.

Tirola
Tirola
Grünschnabel
9 Tage 1 h

Der Kunde hat ja auch bezahlt

oldi
oldi
Grünschnabel
9 Tage 57 Min

die ortstaxe bezahlt der gast nicht der hotelier…also für den vermieter nur ein termingerechter durchgangsposten…

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