Waterdrop setzt auf Wasser

Philip-Morris-Tochter steigt bei Waterdrop ein

Mittwoch, 06. Mai 2026 | 11:32 Uhr

Von: apa

Das Wiener Getränkeunternehmen Waterdrop hat bei einer Finanzierungsrunde über 100 Millionen Euro eingenommen. Unter den Investoren ist auch die Philip-Morris-Tochter Aspeya. Zudem stiegen die Atlantic Grupa und der alpine Ski-Rennfahrer Aleksander Aamodt Kilde beim Start-up ein, wie das Unternehmen in einer Aussendung am Mittwoch mitteilte. Mit den Investitionen soll die Expansion in Europa und die Produktentwicklung fortgeführt werden.

Aspeya, das laut eigenen Angaben eine Pipeline von Wellness-Produkten und -Marken entwickelt und vermarktet, erwarb laut Firmenbuch eine Minderheitsbeteiligung von 5,7 Prozent. Atlantic Grupa investierte, wie bereits vor wenigen Tagen bekannt geworden ist, 11 Mio. Euro in Waterdrop. Das Unternehmen war zuvor bereits Distributionspartner in Österreich, Kroatien, Serbien und Slowenien. “Aspeya und Atlantic Grupa bringen die strategische Tiefe, die Vertriebskraft und die langfristige Überzeugung mit, die dieses nächste Kapitel erfordert”, wird Gründer und CEO Martin Murray zitiert.

Weiterer bekannter Sportler mit Aamodt Kilde beteiligt

Aamodt Kilde reiht sich in eine Reihe bekannter Sportler, hauptsächlich aus der Tennis-Szene, als Investoren ein. So sind bereits etwa Novak Djokovic, Hubert Hurkacz, Andrej Rublew, Elina Switolina oder Alexander Bublik an Waterdrop beteiligt. Insgesamt sind knapp 70 Gesellschafter in das Unternehmen investiert. Den größten Anteil hält Murray mit rund 20 Prozent. Knapp 14 Prozent liegen bei der deutschen Döhler Ventures, über zwölf Prozent bei Dahlia Investments aus Singapur und knapp zehn Prozent bei Bitburger Ventures, der Start-up-Beteiligungsgesellschaft der deutschen Brauerei Bitburger.

Waterdrop verkauft “Microdrinks” in Form von zuckerfreien Brausewürfeln und betreibt nach eigenen Angaben rund 50 eigene Verkaufsstandorte in Europa, USA, Japan und Australien. Das Unternehmen erzielt laut Aussendung Umsätze von rund 150 Mio. Euro. Aktuell sind Zahlen aus dem Konzernabschluss 2023 und 2024 im Firmenbuch veröffentlicht. Demnach erzielte das Unternehmen 2023 einen Umsatz von 107,12 Mio. Euro sowie 126,55 Mio. Euro im Jahr 2024. Das Konzernergebnis ergab 2023 ein Minus von 33,74 Mio. Euro und 2024 ein Minus von 26,62 Mio. Euro.

Waterdrop gibt keine konsolidierten Gruppenergebnisse bekannt

Nach APA-Anfrage im Jänner hieß es von Waterdrop, dass konkrete konsolidierte Gruppenergebnisse derzeit nicht bekanntgegeben werden: “Der österreichische Firmenabschluss beinhaltet nicht alle internationalen Tochtergesellschaften und spiegelt daher nicht die gesamte Gruppe wider.” 2025 wurde als “absolutes Rekordjahr, sowohl in Bezug auf Wachstum als auch auf Profitabilität” bezeichnet. Genauere Zahlen sind aber noch keine öffentlich.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen