"LH muss zugeben, dass sich trotz Postabkommen nur wenig getan hat"

Postzustellung: “Zwischen Lobhudelei und Wirklichkeit”

Mittwoch, 18. April 2018 | 15:06 Uhr

 

Bozen – “Erst vor wenigen Tagen hat die Südtiroler Postverwaltung in einem Schreiben unter dem Titel “Hinweis an die Bürger” eine regelrechte Lobeshymne auf das Abkommen zwischen dem Land Südtirol und der Post verbreitet. Und auch Landeshauptmann Arno Kompatscher wird öffentlich nicht müde, sich für das Postabkommen zu loben. Die Wirklichkeit in der Postzustellung jenseits der Lobhudelei zum Abkommen zwischen dem Land und der Post schaut jedoch mancherorts immer noch traurig aus”, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion Andreas Pöder.

Landeshauptmann Kompatscher selbst musste jetzt in der Antwort auf eine Landtagsanfrage Pöders zur wochenlang ausgefallenen Postzustellung in Oberolang zugeben, dass trotz dem Postabkommen vor einem Jahr die Situation nach wie vor problematisch ist, weil angeblich der Personalmangel nicht behoben wurde bzw. werden kann, heißt es in einer Aussendung.

Pöder hatte in der Landtagsanfrage darauf hingewiesen, dass beispielsweise in Oberolang der Postzustelldienst mehrere Wochen lang ausfiel.

“Offenbar wurde trotz Personalausfalls kein Ersatzpersonal eingesetzt, um die Postzustellung und die Zustellung von Abo-Zeitungen zu gewährleisten.” Nun will der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion von der Landesregierung Antworten dazu erhalten.

“Mehrere Wochen wurde Haushalten in Oberolang keine Briefe und abonnierte Zeitungen mehr zugestellt. Die Postverwaltung hat es nicht für nötig empfunden, auf einen zeitweisen Personalausfall durch Ersatzpersonal zu reagieren,” so der Landtagsabgeordnete.

Laut Pöder seien solche Zustände in Olang kein Einzelfall. Landesweit habe es schon öfter Vorfälle dieser Art gegeben. Um diesen Missständen entgegenzuwirken hat der Landtagsabgeordnete eine Anfrage im Südtiroler Landtag eingebracht.

Pöder wollte nun von der Landesregierung wissen, warum bei einem seit Wochen andauernden Personalausfall nicht Ersatzpersonal eingesetzt wurde. Zudem sollte die Landesregierung erklären, wie solche Engpässe und Ausfälle kompensiert und damit der Postzustelldienst weiterhin gewährleistet werden können.

“Landeshauptmann Kompatscher gibt eine für viele Bürger enttäuschende Antwort: Das Problem mit der Postzustellung ist noch nicht behoben und kann auch nicht so schnell behoben werden, ist das Fazit der Antwort. Verantwortlich dafür sollen, laut Landeshauptmann, die Beschäftigungslage in Südtirol und die Vertragsbedingungen der Post sein. Die Realität schaut nun so aus: Jenseits der Selbstbeweihräucherung der Landesregierung für das Postabkommen bleiben immer noch viele Briefe und Zeitungen liegen”, kritisiert Pöder.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Postzustellung: “Zwischen Lobhudelei und Wirklichkeit”"


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Paul
Paul
Superredner
1 Monat 8 Tage

Wie Recht Sie haben Herr Pöder

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