Überlegungen von Thomas Baumgartner

Rekordapfelernte in Südtirol – und wie geht‘s weiter mit dem Transport?

Donnerstag, 15. November 2018 | 18:03 Uhr

Bozen – Südtirol produziert eine Million Tonnen Äpfel jährlich und jeder zehnte europaweit vermarktete  Apfel stammt aus Südtiroler Apfelplantagen. Auch der aus in Südtirol sonnengereiften Äpfeln hergestellte wohlschmeckende Apfelsaft wird zunehmend auch auf ausländischen Märkten angeboten und stößt dort auf große Beliebtheit. Darauf weist Thomas Baumgartner, Vorsitzender des Nationalen Verbandes der Transport- und Logistikunternehmen ANITA sowie Mitglied der Sektion Transport im Südtiroler Unternehmerverband, hin.

Will man dieses Erfolgsmodell nun fortsetzen, bedürfe es effizienter Verkehrswege, um den Absatz auf den europäischen Märkten sicherzustellen.

„Verbote, künstliche Behinderungen und Verteuerung der Verkehrswege sind nicht der richtige Weg. Südtirol exportiert neben Äpfeln auch viele andere hierzulande produzierte Güter, man denke beispielsweise an die zahlreichen Zulieferfirmen der deutschen Automobilindustrie, die ebenfalls effiziente und schnelle Transporte brauchen, um im internationalen Wettbewerb bestehen und Just in time anliefern zu können“, erklärt Baumgartner.

Dafür werde der  Brennerbasistunnel sicher auch notwendig sein, aber er sei auch künftig nicht die Lösung für diese schnellen Liefererfordernisse, ist Baumgartner überzeugt.

Aus diesem Grund sei ein Umdenken notwendig, das auch entsprechende Maßnahmen seitens der Politik erfordere, um fortan vermehrt auf alternative Lösungen zu setzen. „So wurden in den vergangenen Jahren beachtliche technologische Fortschritte, vornehmlich im Bereich der Lärmminderung und alternativ betriebenen Lkw, erzielt; auch die Lockerung des Nachtfahrverbots könnte eine bessere Auslastung der Straße bewirken und zur Vermeidung störender Staus tagsüber beitragen. Dadurch könnte die Belastung längs der Transitrouten vermindert und die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft gesichert werden“, meint Baumgartner.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Rekordapfelernte in Südtirol – und wie geht‘s weiter mit dem Transport?"


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1litermuelch
1litermuelch
Tratscher
26 Tage 20 h

…und donn werden wieder tonnenweiße öpfel vernichtet um in preis hoach za kolten ☹️

Spamblocker
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Grünschnabel
26 Tage 7 h

hier spricht man von Masse nicht Klasse und obendrauf noch voller Pestizide

Sag mal
Sag mal
Kinig
26 Tage 4 h

möcht die gespritzten Äpfel nicht geschenkt.

Tabernakel
26 Tage 2 h

@Sag mal

Du sollst die ja auch kaufen.

Dublin
Dublin
Kinig
26 Tage 15 h

…die Frächterlobby meldet sich…

Tabernakel
26 Tage 5 h

Und wieder einige tausend Diesel-LKW über den Brenner.

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