Thema Übernachtung

Schutzhütten: COVID-Zertifikat nicht zwingend

Freitag, 09. Juli 2021 | 16:58 Uhr

Bozen – Kürzlich hat sich der Ausschuss der Fachgruppe Schutzhütten Südtirol im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) zu einer Sitzung getroffen, um gemeinsam den Start der Hüttensaison zu bewerten.

Die Ausschussmitglieder rund um den Vorsitzenden der Fachgruppe Stefan Perathoner vom Schutzhaus „Tierser Alpl“ auf der Seiser Alm berichteten dabei, dass besonders die einheimischen Übernachtungsgäste auf den Hütten derzeit noch fehlen. Der Ausschuss ist überzeugt, dass der Grund dafür in den zum Teil recht unklaren Regelungen und deren Kommunikation in den verschiedenen Medien liegt. Fachgruppenvorsitzender Stefan Perathoner meinte: „Viele Einheimische sind davon überzeugt, dass man für die Übernachtung auf den Schutzhütten einen Corona-Pass braucht, welcher entweder einen Coronatest, eine Impfung oder eine erfolgte Genesung nachweist. So wurde es auch in vielen Medien berichtet und steht es auch auf der offiziellen Website der Landesverwaltung. Diese verwirrende Kommunikation ist für viele unserer Gäste ein Hindernis bzw. bedeutet zusätzliche Kosten und wirkt somit abschreckend“.

Am Treffen des Ausschusses der Fachgruppe nahm auch HGV-Direktor Thomas Gruber teil, welcher auf die aktuelle Verordnung des Landeshauptmanns verwies. Demnach ist für die Übernachtung auf den Schutzhütten grundsätzlich kein Corona-Pass notwendig. „Lediglich für die Übernachtung in gemeinschaftlichen Schlafräumen in Schutzhütten ist die Vorlage des COVID-19-Zertifikats der EU vorgesehen“, stellt HGV-Direktor Thomas Gruber klar.

Da die meisten privat geführten Schutzhütten in Südtirol zum Großteil über Zimmer und nicht über große Schlafsäle verfügen, betrifft diese Regelung den Großteil der Übernachtungsgäste auf den Hütten nicht. Für die Fachgruppe Schutzhütten Südtirol spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. „Deshalb bemüht sich jede Schutzhütte, die Corona-Auflagen gewissenhaft einzuhalten. „Gäste, welche kein COVID-19-Zertifikat der EU vorlegen können, haben die Möglichkeit, sich vor Ort einem Schnelltest zu unterziehen, um in den gemeinschaftlichen Schlafräumen übernachten zu können. Der HGV unterstützt uns hierbei und stellt die Nasenflügeltests zur Verfügung“, informiert Perathoner.

Somit steht einer sicheren Übernachtung auf den Hütten auch in diesem Sommer nichts im Wege. Die Schutzhüttenwirte in ganz Südtirol freuen sich darauf, wenn Einheimische und Gäste einkehren und auch die Nacht in uriger Hüttenatmosphäre verbringen.

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Schutzhütten: COVID-Zertifikat nicht zwingend"


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nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

Ich habe leider immer noch nicht erfahren, was mit positiv Getesteten auf den Schutzhütten passiert…

Werden sie abgewiesen und nach Hause geschickt?
Werden sie im feuchten Winterraum eingesperrt?
Werden sie von der “Rettung” abgeholt?

Two
Two
Grünschnabel
14 Tage 23 h

Es passiert gar nix. Ein Schutzhüttenbetreiber darf laut Gesetz keinen Schutzsuchenden abweisen. Das steht über dem Dekret!!!

Two
Two
Grünschnabel
14 Tage 23 h

Wenn die Schutzhüttenwirte wollen daß Leute kommen, sollen sie unverzüglich mit diesem Blödsinn aufhören. Wer 6 Std. harten Aufstieg zur Becherhütte hinter sich hat, ist eben NICHT krank. Dafür braucht es niemals einen Beleg. Das sagt der Hausverstand.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

Hallo nach Südtirol,

eine gute und wichtige Ergänzung, so werden sich die Hüttenwirte schon etwas einfallen lassen, für jeden Wanderer eine individuelle Lösung finden.

Es ist die Hauptbotschaft: Kommt einfach vorbei, für jeden wird gesorgt, niemand wird abgewiesen.
Eine sehr gute Nachricht für alle Wanderer auf mehrtägigen Pfaden wie den E5, den Jakobsweg oder etwas kleiner den fünftägigen Meraner Höhenweg, die können jetzt unbesorgt ihr Abenteuer starten.

Allen eine erfolgreiche Hütten-und Wandersaison

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