Bergführer und Wanderleiter

“Schwieriges Jahr, vielfältige Herausforderungen”

Dienstag, 23. November 2021 | 23:35 Uhr

Bozen – Ein wegen der Pandemie außergewöhnliches Arbeitsjahr haben die Landesberufskammer und der Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer am vergangenen Samstag in Brixen mit ihrer Jahreshauptversammlung abgeschlossen. Dabei wurde nicht nur ein Blick auf das abgelaufene Jahr geworfen, sondern auch einer nach vorn: auf die Herausforderungen, denen beide Berufe entgegengehen.

„Pandemie und Krise haben unsere Tätigkeit auch 2021 beeinflusst, zum Glück aber nicht im selben Ausmaß wie im Vorjahr“, betonte Verbands- und Kammerpräsident Kurt Walde. Vor allem die Wintersaison sei aufgrund des Lockdowns zeitweilig gänzlich ausgefallen, im Sommer dagegen hätten Bergführer und Wanderleiter endlich wieder unter annähernd „normalen“ Bedingungen arbeiten können.

An Herausforderungen mangelt es indes auch nicht, wenn man von der Pandemie absieht. So sei etwa, wie Walde betonte, das Berufsbild der Wanderleiter gesetzlich anzupassen, um den Anforderungen vor allem an die Qualität gerecht werden zu können. Zudem gelte es, die Tätigkeitsbereiche von Wanderleitern und Bergführern zu verteidigen. „Ein Beispiel ist die Aufnahme des Kletterns am Naturfels, von Skibergsteigen und Alpinismus in die Liste der vom Nationalen Olympischen Komitee anerkannten Sportarten, wodurch immer mehr Vereine in den uns gesetzlich vorbehaltenen Tätigkeitsbereich drängen“, so Walde.

Zufrieden zeigte sich der Präsident mit der Tatsache, dass die Bergführer und Wanderleiter im öffentlichen Diskurs immer stärker Gehör fänden. „Es ist wichtig, dass wir mitreden können, wenn es um die Zukunft des Tourismus in den Bergen geht“, so der Präsident. Auch in Sachen Ausbildung und Unfallprävention würden die Kompetenzen der Bergführer immer stärker anerkannt. „Und bei der Erhebung und Sanierung von Klettersteigen wollen und werden wir in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen“, so Walde.

Um den Nachwuchs brauchen sich indes weder Bergführer noch Wanderleiter Sorgen zu machen. Allein die drei Prüfungen zur Aufnahme ins Verzeichnis der Wanderleiter haben im abgelaufenen Jahr 160 Kandidatinnen und Kandidaten bestanden. Die Befähigungsprüfung für Bergführeranwärter haben dagegen elf Kandidaten und mit Barbara Vigl auch eine Kandidatin bestanden, während acht Anwärter den Sprung zum „fertigen“, also geprüften
IVBV-Berg- und Skiführer geschafft haben. Den geprüften IVBV-Berg- und Skiführern und den Bergführeranwärtern konnte am Samstag Präsident Walde und Ausbildungsleiter Erwin Steiner ihre wohlverdienten Diplome übergeben.

Von: bba

Bezirk: Bozen

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