Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Spenden nach dem Unwetter: Codacons mahnt den Zivilschutz ab

Mittwoch, 07. November 2018 | 17:15 Uhr

Bozen/Trient – Der italienische Verbraucherschutzbund Codacons fordert mehr Transparenz in Zusammenhang mit Spendengeldern nach den verheerenden Unwettern in Italien. Betroffen ist auch unsere Region.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich viele Italiener nach Umweltkatastrophen solidarisch zeigen und spenden, erklärt Codacons-Präsident Carlo Rienzi. Doch oft genug würden die Millionen versickern, die genaue Zweckbestimmung der gesammelten Gelder bleibe unklar.

Dabei werde auf doppelte Weise Schaden verursacht – einerseits für Personen, die gespendet haben, und andererseits für Betroffene, die Spenden bitter nötig hätten, davon aber nicht profitieren, fährt Rienzi fort.

Die Verbraucherschützer sind davon überzeugt, dass die Bürger bis auf den letzten Cent ein Recht zu erfahren hätten, was mit den Spendengeldern geschieht. „Aus diesem Grund haben wir beschlossen, den italienischen Zivilschutz, den italienischen Alpenverein CAI, den Fernsehsender La7, den Partito Democratico und alle anderen Institutionen, die in lobenswerter Weise Spendenkampagnen für das Trentino und für andere betroffene Gebiete ins Leben gerufen haben, abzumahnen“, erklärt Rienzi. Gleichzeitig sei ein Antrag gestellt worden, um Datenzugang zu erhalten und darüber in Kenntnis gesetzt zu werden, wie viel bei den Spendensammlungen eingenommen wurde, auf welche Weise die Sammlung erfolgt ist und wofür die Summen verwendet werden.

Codacons ermahnt den italienischen Zivilschutz außerdem, sämtliche Spendensammlungen in Zusammenhang mit den Unwettern zu koordinieren und zu kontrollieren. Andere Wohltätigkeitsinitiativen, die nicht unter der Aufsicht des Zivilschutzes stehen, sollten verboten werden, betonen die Verbraucherschützer.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Spenden nach dem Unwetter: Codacons mahnt den Zivilschutz ab"


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Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

Spenden sollte man generell nur an direkt Betroffene , dritten aller Art sollte man generell keinen einzigen Cent anvertrauen , das  müssten die Verbraucherschützer aus langjähriger Erfahrung eigentlich gut wissen.

oli.
oli.
Universalgelehrter
6 Tage 7 h

Die machen IHRE Taschen voll , der Rest geht evtl. an die Opfer.

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

Die meistn Spendngelder versickern in folschn Ort ; wenn spendn, donn persönlich, niemols af a Spendnkonto !

puschtro
puschtro
Grünschnabel
6 Tage 10 h

Also diese Art von Spenden finde ich echt okay! Aber in Italien landet eh wieder die Hälfte bei der Mafia oder anderen korrupten Stellen. Und das Geld, dass der Staat jetzt bereit stellt, ich denke mal das hohlt sich der Staat wieder über Steuern wieder z.B. beim Benzinpreis

StreetBob
StreetBob
Tratscher
6 Tage 4 h

Mah jo….. istz kemmen die richtigen!!!! BOLLS UNTN KROCHT HOT, EGAL OB ERDBEBEN UND ÜBERSCHWEMMUNGEN ODER SCHNEA, UND MIAR FA DO OI GSPENDET HOBM HOBM SICH DE NIT GRIART. IATZ POLLS UMGEKEHRT ISCH ZEMM WOLL!!!! 😡😡😡 Ma ärgern kennen mi solche Reaktionen fa Leit, de nitamol wissn, wia man a Schaufl hepp. Miar helfn ins do herobm olle gegenseitig und a JEDER tuat eppes. Lei de do untn wortn ollm bis ONDRE ihmene helfn. UND IATZ WEART DR ZIVILSCHUTZ OBGEMAHNT???? Setta Teppm….

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