Von: luk
Bozen – Die Treibstoffpreise in Südtirol sind zu Jahresbeginn deutlich in Bewegung geraten. Wie das ASTAT mitteilt, verteuerte sich vor allem Diesel im ersten Quartal 2026 spürbar – und liegt inzwischen klar über dem Benzinpreis.
Im März kostete ein Liter Diesel im Schnitt 2,037 Euro und erreichte damit wieder das Niveau von 2022. Benzin blieb mit 1,812 Euro pro Liter leicht darunter. Flüssiggas (LPG) lag bei 0,776 Euro, Methan bei 1,651 Euro pro Kilogramm.
Im Quartalsdurchschnitt ergibt sich ein ähnliches Bild: Diesel kommt auf 1,852 Euro pro Liter, Benzin auf 1,739 Euro. LPG (0,779 Euro) und Methan (1,612 Euro) bleiben deutlich günstiger.
Auffällig ist der anhaltende Abstand zwischen Diesel und Benzin. Im März war Diesel im Schnitt um 12,4 Prozent teurer. Grund dafür ist unter anderem die Angleichung der Verbrauchssteuern seit 1. Jänner 2026.
Auch im Quartalsverlauf zeigt sich ein klarer Trend nach oben: Zwischen Jänner und März stieg der Benzinpreis um zwölf Cent, Diesel verteuerte sich sogar um rund 30 Cent.
Im Vergleich zum Vorquartal legte Diesel mit plus 7,2 Prozent am stärksten zu. Methan (+2,1 Prozent) und LPG (+0,3 Prozent) verteuerten sich moderat, während Benzin leicht um 1,7 Prozent nachgab.
Ein Blick auf das Vorjahr zeigt ein gemischtes Bild: Benzin (-6,5 Prozent) und LPG (-3,3 Prozent) sind günstiger geworden, Diesel und Methan hingegen jeweils um 3,4 Prozent teurer. Als Treiber gelten internationale Spannungen – etwa im Nahen Osten. Steuerliche Entlastungen hätten die Preissteigerungen jedoch abgefedert, so das ASTAT.
Zunehmend relevant wird zudem alternativer Treibstoff: Bereits rund ein Viertel der Tankstellen in Südtirol bietet HVO-Diesel an, einen synthetischen Kraftstoff aus pflanzlichen und recycelten Rohstoffen. Dessen Preis lag zuletzt meist knapp unter jenem von herkömmlichem Diesel – im März jedoch erstmals leicht darüber.




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