LRin Stocker bezieht Stellung

Unmut über staatliche Honorarobergrenzen für Ärzte

Freitag, 03. März 2017 | 18:44 Uhr

Bozen – Im Pustertal sorgen die staatlichen Arzthonorar-Obergrenzen für Unmut. LRin Stocker verweist auf zahlreiche – allerdings erfolglose – Interventionen in Rom.

Die Höchstgrenze der Honorarabrechnung mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst von 240.000 Euro für einen niedergelassenen freiberuflichen Arzt bewegt derzeit im Pustertal erneut die Gemüter. Es bleibt festzuhalten: von Seiten des Landes wurde in Rom mehrmals zum Thema interveniert, jedes Mal gab es eine klare Absage.

Zur Vorgeschichte: Aufgrund einer staatlichen Bestimmung, die besagt, dass kein öffentlicher Bediensteter oder mit der öffentlichen Verwaltung – wie dem Sanitätsbetrieb – konventionierter privater Dienstleister mehr verdienen darf als der höchste Amtsinhaber in Italien, der Staatspräsident, muss auch das abrechenbare Honorar von niedergelassenen freiberuflichen Ärzten auf maximal 240.000 Euro “gedeckelt” werden.

“Dies hat bereits Ende 2015 Unmut hervorgerufen, weil die betroffenen Ärzte sehr gute Arbeit leisten und die staatliche Einführung dieser Regelung von der Bevölkerung nicht verstanden wird”, betont Gesundheitslandesrätin Stocker, die ergänzt: “Wir haben uns in Rom intensiv bemüht, eine Lösung zu finden, insbesondere für die unterschiedliche Ausgangslage zwischen Freiberuflern und Bediensteten. Allerdings stehen wir vor einer rechtlich sehr komplexen Situation, wobei der Staat diesbezüglich wenig Einsicht zeigt.”

Neben dem obgenannten Prinzip wird in den staatlichen Vorgaben in einer komplexen Leistungsberechnung davon ausgegangen, dass mit der Honorarsumme die Grundversorgung für die bei einem einzelnen freiberuflichen Arzt eingeschriebenen Patienten angemessen gewährleistet ist. Alle zusätzlichen Leistungen fallen nach diesem Leistungskatalog in den privaten Bereich.

Von: luk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare

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13 Kommentare auf "Unmut über staatliche Honorarobergrenzen für Ärzte"


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So ist das
Tratscher
20 Tage 20 h

Hallooo. Es geht um 240.000.- Euro. Irgendwann muss man auch zufrieden sein
Übrigens ist dieser Betrag wohl auch als Entlohnung für einen Staatspräsidenten als astronomisch hoch zu bezeichnen.

fuxxxxx
Neuling
20 Tage 19 h

Madonna, 240.000 euro obergrenze wert wohl ginui san

MickyMouse
Universalgelehrter
20 Tage 9 h

Frau Stocker haben sie bezüglich Honorarobergrenzen die Übersicht verloren,und übrigens sind die BRUTTO oder NETTO,warum schreibt ihr das nicht ganz klar,denn zwischen Brutto und Netto ist ein grosser Unterschied,das weiss wohl jedes Kind???😡 Fängt der Selbstbedienungsladen schon wieder an,ihr könnt es einfach nicht lassen!!!!! Nächste Wahlen ahoi!!!!!

Obelix
Tratscher
20 Tage 5 h

@MickyMouse, stimmt genau. Wenn die Beträge brutto sind und der Arzt auch noch eine Sprechstundenhilfe, Mieten und weitere Unkosten tragen muss, bleibt vom Honorar nicht mehr viel übrig. Aber bei den Politikerdiäten und Pensionsvorauszahlungen, da sind wir immer autonom. Ich hoffe der Bürger vergisst bis zu den Wahlen nicht.

MickyMouse
Universalgelehrter
19 Tage 7 h

@Obelix  Stimmt nur halb,denn er kann ALLE Spesen absetzen zu 100%,also dann verhungert er mit der Obergrenze von 240.000 Euro jährlich sicher nicht.Taschenrechner nehmen und rechnen! .Politikerdiäten und Pensionsvorauszahlungen sind soweieso fern jeglicher Realitäten und total unberechtigt in diesen Höhen!!!

Blitz
Tratscher
20 Tage 9 h

Als erstes tat i der Frau Stocker a
Honorarobergrenze setzn,weil Sie
verdiant ihr Honorar am ollerwienigstn !!

MickyMouse
Universalgelehrter
19 Tage 7 h

Blitz………………………und vor ollem viel zu viel für ihre Leistungen !

denkbar
Superredner
20 Tage 7 h

Die Obergrenze ist gerechtfertigt! Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, sollte nur einen bestimmten Prozentsatz seines Lohnes dazuverdienen dürfen, damit er im öffentilchen Dienst auch ausreichend im Einsatz ist! Man denke an die langen Wartezeiten in den Krankenhäusern und die vergleichsweise schnelle Möglichkeit der Vormerkung als Privatpatient.
Das ist für alle öffentlichen Bediensteten so, vom Amtswart bis zum Amtsdirektor, dass sie nicht allzuviel dazuverdienen können, damit sie ihre Arbeit im öffentlichen Dienst nicht vernachlässigen.

speckbrot
Tratscher
20 Tage 8 h

Hallo? Davon gehen über 60% der Staat. Mindestens, wenn nicht mehr, denn je höher das Einkommen, desto mehr wird gestohlen.

giftzwerg
Tratscher
19 Tage 20 h

240.000 sollte genua sein. de leit kriegn in hols nie volle

speckbrot
Tratscher
20 Tage 8 h

…wollte sagen, gehen an den Staat……

zockl
Tratscher
20 Tage 8 h

240000??? wieviele Ärzte trifft das?

wolke5
Tratscher
20 Tage 2 h

der Staat sollte froh sein wenn Freiberufler gut verdienen dh. folglich auch gut arbeiten, Kann er wieder ordentlich abkassieren.

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