Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Einen Urlaub per Ratenzahlung oder „Buy now, pay later“ zu finanzieren, kann auf den ersten Blick die Reisekasse schonen.
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Italien und die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) warnen jedoch vor dem Risiko, dass sich Konsumenten dabei finanziell übernehmen.
Gerade bei digitalen Ratenmodellen könnten mehrere scheinbar kleine Zahlungen gleichzeitig entstehen, die sich in Summe zu einer erheblichen Belastung entwickeln.
Zudem drohen bei ausbleibenden Zahlungen zusätzliche Kosten und Strafzahlungen. Laut einer aktuellen Mitteilung von Confcooperative haben bereits zwei von zehn Italienern BNPL zur Finanzierung ihres Urlaubs genutzt.
Ein weiterer Problempunkt: “Bei solchen Angeboten ist neben dem Reiseveranstalter oder Tourismusunternehmen häufig ein Finanzierungs- oder Zahlungsdienstleister beteiligt. Das kann etwa bei Stornierungen, Beschwerden oder Rückerstattungen die Klärung erschweren.” Das EVZ rät deshalb, vor einer Buchung nicht nur auf die Höhe der einzelnen Rate zu achten, sondern die Gesamtkosten, Vertragsbedingungen und möglichen Folgen eines Zahlungsausfalls zu prüfen.
Zudem sollten Reisende genau klären, wer an dem Vertrag beteiligt ist und an wen sie sich im Problemfall wenden müssen. „Eine Ausgabe in Raten zu zahlen, macht sie nämlich nicht weniger teuer“, warnt VZS-Geschäftsführerin Gunde Bauhofer.




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