Gewinn liegt bei 34,3 Mio. Euro

Volksbank: Hervorragendes Ergebnis für 2018

Freitag, 08. Februar 2019 | 13:36 Uhr

Bozen – Der Verwaltungsrat der Volksbank hat heute den Bilanzentwurf für das Geschäftsjahr 2018 beschlossen. Die Volksbank schließt 2018 mit einem Nettogewinn von 34,3 Millionen Euro (+41 Prozent) ab. Damit hat die Bank ihre Position als größte und ertragsstärkste Regionalbank im Nordosten Italiens weiter ausgebaut.

Die wichtigsten Ergebnisse der Jahresbilanz 2018 sind:

– Die Volksbank wächst im Kerngeschäft. Die Bilanzsumme der Volksbank hat erstmals die Schwelle von zehn Milliarden Euro überschritten. Die Volksbank ist im Kerngeschäft gewachsen und hat ihre Marktanteile im gesamten Einzugsgebiet erhöht

– sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft mit Familien und Unternehmen. Zu dieser umfassenden Geschäftsausweitung haben der historische Heimatmarkt Südtirol und die nordostitalienischen Provinzen Trient, Belluno, Vicenza, Treviso, Pordenone, Venedig und Padova beigetragen.

– Die Volksbank verdient im Kerngeschäft. Der ROTE (return on tangible equity/Rendite auf das materielle Eigenkapital) liegt bei 4,9 Prozent (2017: 3,2 Prozent). Das starke Wachstum der Kunden-Ausleihungen in bonis (6,8 Mrd. Euro/+9,0Prozent) und der Einlagen (7,7 Mrd. Euro/+4,5 Prozent) konnte genutzt werden, um sowohl Zinsmarge (165,4 Mio. Euro/+8,9 Prozent) als auch Kommissionsgeschäft (89,1 Mio. Euro/+1,0Prozent) zu steigern.

– Die Volksbank hat die Qualität des Kreditportfolios weiter verbessert. Die Quote der Problemkredite (NPL/non performing loans) lag zum Jahresende 2018 beim niedrigen Wert von 8,7 Prozent (gegenüber 12,9Prozent im Vorjahr). Damit liegt die Bank unter dem Wert vor der Übernahme der Banca Popolare di Marostica (2014: 9,1 Prozent).

„Wir blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2018, in dem wir alle wichtigen Ziele erreicht haben. Der Verwaltungsrat wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in der Höhe von 0,27 Euro/Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent des Reingewinns“, sagte Volksbank-Präsident Otmar Michaeler.

„Das gute Geschäftsjahr 2018 spornt uns an, unsere Ergebnisse auch in Zukunft weiter zu verbessern. Wir sind auf dem richtigen Weg. Für das laufende Geschäftsjahr peilen wir einen Nettogewinn von über 40 Mio. Euro an“, sagte Generaldirektor Johannes Schneebacher.

Das Ergebnis 2018 entspricht den angepeilten Zielen und bestätigt die Ertragskraft und Solidität des Geschäftsmodells. Der Reingewinn liegt bei 34,3 Mio. Euro und steigt um 41,1 Prozent bzw. zehn Mio. gegenüber 2017. Die Zinsmarge beläuft sich auf 165,4 Mio. (+8,9 Prozent gegenüber den 151,9 Mio. von 2017), die Nettokommissionen betragen 89,1 Mio. (+1,0 Prozent gegenüber 2017). Das Nettobetriebsergebnis liegt bei 275,5 Mio. und hat sich aufgrund der anhaltenden Volatilität der Finanzmärkte gegenüber 2017 um -1,8 Prozent verringert, wobei dieser Wert durch die positive Entwicklung beim Vertrieb von Produkten Dritter kompensiert wurde. Die Betriebskosten (ohne Berücksichtigung der einmaligen Aufwendungen bei Immobilien von 1,5 Mio.) sind mit 181,4 Mio. (+2,8 Prozent gegenüber Ende 2017) stabil geblieben. Das ist sowohl auf die Reduzierung der Personalkosten um 1,4 Prozent auf 98,3 Mio., als auch auf den Anstieg der Verwaltungskosten um +9,1 Prozent auf 74,5 Mio. und auf Wertberichtigungen auf materielle und immaterielle Aktiva im Ausmaß von 8,4 Mio. zurückzuführen.

Die Cost Income Ratio beträgt 66,4 Prozent (im Vergleich zu 65,6 Prozent Ende 2017). Die Nettowertberichtigungen auf Kredite und andere Aktiva sind um 29,1 Prozent auf 38,9 Mio. gegenüber den 54,9 Mio. von 2017 gesunken.

Der Beitrag der einmaligen Posten bezieht sich auf Abgaben an das Bankensystem im Umfang von 6,0 Mio. nach Steuern; sie stammen aus Aufwendungen vor Steuern im Umfang von 4,9 Mio. (3,5 Mio. nach Steuern) im Zusammenhang mit Zahlungen an den Garantiefonds und auf Aufwendungen vor Steuern über 3,5 Mio. (2,5 Mio. nach Steuern), die Einzahlungen in den Einlagensicherungsfonds betreffen. Der ROE ist mit 4,2 Prozent gegenüber den 2,8 Prozent von 2017 angestiegen, während der ROTE 4,9 Prozent beträgt (3,2 Prozent im Vorjahr).

Die Maßnahmen zur Stärkung der Kreditqualität nehmen die Vorgaben der Bankenaufsicht vorweg. Die Volksbank steht damit besser da als der Durchschnitt der italienischen Banken. Die proaktive Handhabung der Problemkredite nimmt die Vorgaben der Bankenaufsicht vorweg:

– Reduzierung des Bruttobestandes um -31,0 Prozent auf 662,5 Mio., gegenüber den 959,5 Mio. zum Jahresende 2017, dank der schon im ersten Halbjahr getroffenen Maßnahmen

– die Jahresziele wurden damit bei weitem übertroffen;

– Der Bestand der Problemkredite hat sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 31,7 Prozent reduziert;

– Der Zufluss der neuen Problemkredite stellt einen geringen Wert der Bruttokredite dar (1,8Prozent);

– Der Anteil der Brutto-Problemkredite (NPL Ratio) liegt bei 8,7Prozent gegenüber den 12,9 Prozent in 2017 (die notleidenden Bruttopositionen liegen bei 5,4Prozent gegenüber den 8,3 Prozent von 2017, während die wahrscheinlichen Ausfälle brutto bei 3,3Prozent gegenüber den 4,5 Prozent des Vorjahres liegen).

Der Deckungsgrad der Problemkredite wurde gesteigert:

– Der Deckungsgrad der Problemkredite liegt bei 44,0Prozent gegenüber den 43,5 Prozent von 2017 (bei den notleidenden Positionen sind es 55,5 Prozent, bei den wahrscheinlichen Ausfällen 26,1Prozent, bei den verfallenen Positionen 7,9 Prozent).

– Der Deckungsgrad der Kredite in bonis liegt bei 0,9 Prozent und ist seit Ende 2017 (0,8Prozent leicht gestiegen).

Die Kennzahlen im Kerngeschäft verbessern sich dank der kundenorientierten Ausrichtung des Geschäftsmodells. Die Netto-Kunden-Ausleihungen in bonis steigen auf Jahresbasis um 9,0 Prozent auf 6.769,7 Millionen, gegenüber 6.209,2 Millionen Ende 2017 post IFRS9. Die direkten Kundeneinlagen steigen auf Jahresbasis um +4,5Prozent auf 7.683,4 Mio. (Sichteinlagen +6,4 Prozent). Die indirekten Einlagen (ohne Aktien der Bank) steigen um +4,2 Prozent auf 2.892,2 Mio. (es waren 2.775,6 Mio. zu Ende 2017). Einlagen und Ausleihungen verzeichnen ein ausgewogenes Wachstum: Das Verhältnis Kredite an Kunden/direkte Einlagen von Retail-Kunden beträgt 110,1Prozent.

Die Vermögenausstattung bleibt solide

Die Vermögenskennzahlen, die anhand der für 2018 transitorisch gültigen Kriterien erstellt wurden, bestätigen die solide Vermögenslage der Bank: die Kernkapitalquote CET 1 Ratio beträgt 11,3Prozent (sie lag Ende 2017bei 11,9 Prozent), die Gesamtkapitalquote Total Capital Ratio 13,3 Prozent (sie lag Ende 2017 bei 13,6 Prozent).

Liquiditätslage und Funding bleiben solide

Die Liquiditätskennzahl LCR Ratio liegt bei 126 Prozent und damit deutlich über dem von Basel 3 vorgesehenen Richtwert von 100 Prozent. Die NSFR Ratio liegt bei 115 Prozent und damit deutlich über den Basel 3-Anforderungen von 100 Prozent.

Kontinuierliche Unterstützung des Einzugsgebietes

Die Volksbank setzt die Unterstützung der Wirtschaft im Einzugsgebiet fort: Davon zeugt ein neues mittel-langfristiges Kreditvolumen im Umfang von rund 1.400 Mio. im Jahr 2018, wovon rund 970 Mio. an Familien und kleine/mittlere Unternehmen vergeben wurden. Zudem konnten rund 100 Unternehmen 2018 von der Einstufung als Problemkredite wieder in die in bonis-Position zurückgeführt werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz