LH Kompatscher zum Tag der Arbeit

“Wahren Wert der Arbeit erkennen!”

Freitag, 01. Mai 2020 | 08:36 Uhr

Bozen – Der Tag der Arbeit 2020 fällt in eine Zeit außerordentlicher Herausforderungen. “Der wahre Wert von Arbeit wird uns nun besonders bewusst”, betont der Landeshauptmann.

“Arbeit war gefühltermaßen noch nie so wertvoll wie in diesen vergangenen Wochen”, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Der zum Einbremsen des Coronavirus vom Staat verhängte Lockdown habe Südtirol wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen: “Und während viele nach Wochen des Stillstands ihre Arbeit endlich wieder voll aufnehmen wollen, bangen andere um ihre Existenz, weil sie nicht wissen, wie es nun weitergehen soll.”

Der diesjährige Tag der Arbeit falle in eine Zeit, die die Gesellschaft als ganze und auch das Land Südtirol vor noch nie dagewesene Herausforderungen stelle, erklärt Landeshauptmann Kompatscher. Diese Situation zeige in erster Linie den Wert von Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen auf. Dies gelte für die vielen Sparten deren Tätigkeiten in den vergangenen Wochen ruhten oder weiterhin ruhen, aber auch für Berufe, die in den vergangenen Wochen besonders gefordert waren: im Gesundheits- und Sozialbetrieb sowie im Bevölkerungsschutz, im Transportwesen, in der Produktion von Lebensmitteln sowie in der Grundversorgung. “Dabei gingen viele Menschen täglich an ihre Grenzen, mitunter unter Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit”, so der Landeshauptmann.

Kompatscher zeigt sich in seiner Botschaft zum 1. Mai davon überzeugt, dass das Coronavirus “unser Leben, vor allem auch unsere Verhaltensweisen und unser Arbeitsleben nachhaltig verändern” werde. In vielen Bereichen seien in den vergangenen Wochen bereits neue Wege beschritten worden. “Die Digitalisierung hat sich vielfach als Problemlöser erwiesen und wird künftig stärker als Stütze denn als Feind empfunden werden. Wir haben gelernt, dass wir nicht immer und überall physisch vor Ort sein müssen, sondern, dass es oft reicht, telematisch in Verbindung zu sein”, betont der Landeshauptmann.

Zugleich hätten diese Wochen aufgezeigt, dass es ohne Arbeitskräfte – sprich Menschen vor Ort, die einem die Haare schneiden, die Reifen am Auto wechseln oder beim Training begleiten  – “nicht geht”.

“Am Tag der Arbeit werden wir uns in diesem Jahr mehr denn je des wahren Wertes der Arbeit bewusst werden”, betont Landeshauptmann Kompatscher. “Und wir werden an diesem Tag und an vielen weiteren uns alle gemeinsam damit auseinandersetzen müssen, wie wir die Familien, die Arbeiter und Angestellten, die Unternehmer und Betriebe in dieser extrem schwierigen Lage angemessen unterstützen, damit sie die Krise gut durchstehen können. Wir werden die Ärmel hochkrempeln und uns durch eine schwierige Zeit durcharbeiten müssen, sicher mit Abstrichen und anders als bisher gewohnt.  Und wir werden beweisen, dass Solidarität der Kitt ist, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Ich vertraue darauf!”

SVP-Arbeitnehmer: “Zum Wert der Arbeit”

„Vor 130 Jahren gingen zum Ersten Mal ArbeitnehmerInnen für ihre Rechte am Arbeitsplatz auf die Straße. Zum heurigen Tag der Arbeit wird es keine Kundgebungen geben. Aber eines ist vielen bewusst geworden, nämlich wie WERTvoll Arbeit ist“, so die ArbeitnehmerInnen in der SVP. „Gelegentlich unterschätzen wir die Bedeutung von Arbeit für unser Leben. Jenseits des formalen Verhältnisses von Arbeitsleistung gegen Entlohnung gibt Arbeit Halt, indem sie uns in unseren Fähigkeiten bestärkt und bestätigt, sie sorgt für einen geregelten Tagesablauf und ist Garant für ein Leben in Würde und Eigenständigkeit – Arbeit macht auch einen wesentlichen Teil der emotionalen Gesundheit eines Menschen aus.“

“In dieser Zeit der Krise wurde uns deutlich gemacht wie wichtig Arbeit für jeden Einzelnen von uns ist und wie schnell und drastisch sich unser Leben ohne Arbeit verändert. Nicht umsonst wurde der Arbeit und dem Recht auf Arbeit in vielen Verfassungen ein zentraler Stellenwert zugemessen. Blicken wir nach vorne, um die Folgen bestmöglich einzudämmen! Mit dem Landesgesetz, das überleiten wird in Phase 2, werden entscheidende Schritte für einen Neustart gesetzt und damit endlich die Wiederaufnahme der Arbeit für viele ermöglicht. Dieser 1. Mai soll uns den großen Wert unsere Arbeit noch bewusster machen. Mit Freude, Dankbarkeit und Achtsamkeit wollen wir fortführen beziehungsweise neu beginnen”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

20 Kommentare auf "“Wahren Wert der Arbeit erkennen!”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Interesse
Interesse
Grünschnabel
29 Tage 11 h

bin i gonz ihrer meinung herr kompatscher ober daß man zu wenig geld hot um übers monat zu kemmen isch traurig in inserem landl,wenn jeder der orbeitet mindestens 2000 euro netto verdienen tat donn kannt man sich a epas af seitn tian für solche negativen zeitn , obo mit de gehälter und de preise wosn mir teilweise hobm hot man sell leider koa change mehr wenn man miete zahlen muss und familie hot …..

wildjoker
wildjoker
Grünschnabel
29 Tage 10 h

Einerseits hast du Recht, andererseits gibt es in unserem Landl noch sehr viele die über ihre Verhältnisse leben. Denen kannst du auch 3000 Euro netto geben, das wird auch nicht reichen. Nach außen hin muss man ja immer protzen damit man gesellschaftsfähig ist. Hinter den Kulissen schaut die Geschichte anders aus.

Anderrrr
Anderrrr
Superredner
29 Tage 8 h

@ interesse do schliasi mi un

Interesse
Interesse
Grünschnabel
29 Tage 7 h

@wildjoker gib i dir a recht obo i glab daß sich heutzutog viele menschn nimmo leicht tian über die rundn zu kemmen weil oanfoch olles so teuer gewordn isch

wildjoker
wildjoker
Grünschnabel
29 Tage 5 h

Da hast du allerdings Recht. Nur die …. die was sich wirklich hart tun die meistern die derzeitige Situation am besten. Die jammern nicht.

Spiegel
Spiegel
Superredner
29 Tage 5 h

@Interesse oder man Konsumiert zu viel

Staenkerer
28 Tage 23 h
@wildjoker i gib dir und @ interesse recht! es gib leit de trotz kloanen geholt olles hobn welln, ober leider a solche de trotz sporsomen lebn kaum über de runden kemmen! wos i, als oans der wenigen dinge, an der krise positiv sich, isch, das plötzlich kaum respektierte, jo kaum beochtete berufszweige, wie verkäufer, kassiere, lieferantn, lkwfohrer, putzpersonal, kronknpfleger, busfohrer, u. v. o. sich plötzlich als wichtiger, jo als wertvoller, entpuppt hobn wie viele studierte und hochdotierte weil dr.studientitel! es worn (nit lei, oder eben decht in überzahl) de vieln kloanen, oft übersechnen, olle unterbezohltn, radlen de des getriebe am… Weiterlesen »
faif
faif
Tratscher
29 Tage 11 h

…. ja jaa jaa, jetzt wird alles und alle gelobt und nach der krise gehts den meisten schlechter wie vorher!!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
29 Tage 10 h

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, stehen Sie zu ihren Worten und lassen Sie die Menschen alle wieder arbeiten. Dann könnten diese die Einschränkungen, die trotzdem noch bestehen und notwendig sind, sicher leichter akzeptieren.

wildjoker
wildjoker
Grünschnabel
29 Tage 10 h

Hoffentlich lernen viele eine geregelte Arbeit zu schätzen und zu respektieren, denn das ist das Um und Auf. Besonders in diesen Zeiten. 

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
29 Tage 8 h

Ach ja unsere Politiker reden wieder mal über Arbeit.
Aber dass jene in der Lohnausgleichskasse noch immer kein Geld erhalten haben, ist eher Nebensache.
Aber man kann ja mal darüber reden, Taten folgen dann, nur wann?

MarkusKoell
MarkusKoell
Grünschnabel
29 Tage 9 h

Unsere Politiker erkennen nur Ihre Arbeit 

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
29 Tage 8 h

gleicher Lohn für gleiche Arbeit, insbesondere zwischen Frauen und Männern, das wäre wichtig. Gibt man jedem Arbeitnehmer mindestens 2000 Euro netto/Monat, dann schreien die anderen nach entsprechenden Erhöhungen. Wer soll das finanzieren ? Die Preise für Produkte und Dienstleistungen würden steigen und es reicht dann wieder nicht. Wie der 🐹 im Karussell 🎡 . Habe in meinem Betrieb den Lohn/Gehalt nach Tätigkeit festgelegt, egal wer sie ausführt

info
info
Tratscher
29 Tage 9 h

1. Mai, Tag der Arbeit?
1. Mai, Tag der Arbeiter*innen!

wildjoker
wildjoker
Grünschnabel
29 Tage 5 h

Auch wenn in dieser Zeit viele um den Arbeitsplatz bangen oder der befristete Vertrag nicht mehr verlängert wurde, dann sollten sich einige mal Gedanken machen wie gut es ihnen gegangen ist vor Corona. Und nicht aufschreien: ich will 3000 Euro (netto) bei einer 4,5 Tage Woche weil Arbeit find ich ja in jeder Ecke.
Vor 2 – 3 Monate hab ich noch gehört: Ach heute muss ich arbeiten … so ein Sch…… , heute hört man immer mehr: Gott sei Dank darf ich arbeiten. Wie schnell sich die Situation ändern kann!

insenfdazueh
insenfdazueh
Grünschnabel
29 Tage 7 h

Alle die jetzt die arbeit deswegen schon verloren , oder verlieren werden ,
müssen leider den ” Wahren Wert ” der arbeit gezwungenermaßen erkennen müssen !

Savonarola
29 Tage 8 h

Und auch den wahren Wert der Arbeit im öffentlichen Dienst erkennen, den Wert der Arbeit des Heeres der Namenslosen, deren Arbeit geprägt ist von den Unsicherheiten der Gesetzgebung, der aufgezwungenen Bürokratie, die oft als Buh-Menschen vorgeschoben werden wenn die Politik versagt, denen man die Anwendung von Art. 87 vorenthält, die man bestens gerüstet in den Viruskampf schickt, usw.usw.

Spiegel
Spiegel
Superredner
29 Tage 5 h

Wahren Wert der Systemrelevanten Arbeiten erkennen!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
29 Tage 6 h

Wir leben schon in einer eigenartigen Zeit. In den letzten Wochen haben sich viele der Kommentatoren, zu recht oder unrecht darüber beschwert, dass sie nicht zum Arbeiten dürfen und kein Geld verdienen. Es gab tausende von Unterstützer 👍, auch von mir. Am heutigen Tag der Arbeit, der schon weit in der zweiten Tageshälfte ist, gibt es gerade mal ca. 15 Kommentare zu diesem Thema. Schreibt euren Frust hier nieder, vielleicht hilft es.

Staenkerer
28 Tage 22 h
i glab das mir schun zu den menschnschlog ghearn der de orbeit zu wertschätzn woas, das mir ober a in an lond leben in dem de lebenserholtungskostn sehr hoch sein und in relation dazua de löhne vieler am unteren rand lig! das sem moncher über de orbeit stöhnt, de trotz 40stundn woche für miete und lebensunterholt kaum reicht, kloane luxuse schun oft nimmer drinn sein, dorf nor a nit wundern! es isch decht um so erfreulich das OLLE so schnell wie möglich WIEDER ORBEITN WELLN und sich nit AUF UNTERSTÜTZUNG verlossn und mit der long auf der fauln haut ausrostn… Weiterlesen »
wpDiscuz