Viele Reviere warten auf die neuen Jagdaufseher

Wissen, Wild und Verantwortung: 15 neue Jagdaufseher starten in Südtirol

Donnerstag, 03. September 2026 | 15:15 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Welschnofen – “Es gibt keinen schöneren Beruf als den des Jagdaufsehers, denn sein Büro ist die Natur”, wandte sich Landesjägermeister Günther Rabensteiner an die frisch diplomierten Jagdaufseher.

Von Februar bis September besuchten 19 Teilnehmer die anspruchsvolle Ausbildung, die von der Forstschule Latemar der Agentur Landesdomäne in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband und dem Landesamt für Wildtiermanagement durchgeführt wurde. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses 11. Jagdaufseherlehrgangs stehen Südtirol nun 15 neu ausgebildete hauptberufliche Jagdaufseher zur Verfügung. Sie werden künftig einen wichtigen Beitrag zum Wildtiermanagement, zum Naturschutz und zu einer nachhaltigen Jagdausübung im Land leisten. Die neu ausgebildeten Jagdaufseher kommen aus dem ganzen Land und sind zwischen 20 und 55 Jahre alt. Sie haben die verschiedensten Berufe erlernt, aber Eines gemeinsam: Sie wollen Verantwortung für Wild, Natur und Jagd übernehmen. Wie in vielen Berufskategorien befindet sich auch die Jagdaufsicht derzeit in einem Generationenwechsel, weshalb aufgrund des Wechsels in den Ruhestand vieler Jagdaufseher Verstärkung dringend notwendig ist.

Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher überreichte den erfolgreichen Absolventen am 3. September ihre Diplome: “Mit der Landesdomäne und der Forstschule Latemar haben wir einen wichtigen Ort, an dem Wissen über Wald, Wild und Natur weitergegeben wird. Dieses Lehrgang zeigt, dass das Interesse an der Jagd in Südtirol groß ist. Unsere rund 6200 Jägerinnen und Jäger tragen Verantwortung für die Natur, beobachten sie, verstehen ihre Zusammenhänge und begegnen ihr mit Respekt. Ich wünsche den neuen Jagdaufsehern alles Gute für ihre neue Aufgabe und bin überzeugt, dass sie dazu beitragen werden, dass die Jagd auch in Zukunft ihr gutes Ansehen in Südtirol behält”, betonte er.

Florian Reichegger ist Wildtierökologe und Koordinator der Forstschule Latemar, er hat den Lehrgang begleitet: “Ziel dieser Ausbildung war es, den Teilnehmern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ihre künftigen Aufgaben benötigen”, unterstreicht er: “Neben jagdlichen und wildbiologischen Kenntnissen lernten die Teilnehmer auch Methoden zum Konfliktmanagement und zur Wissensvermittlung kennen. Diese sind grundlegend für die Zusammenarbeit mit Grundeigentümern und Landnutzern, um die heimischen Lebensräume zu schützen und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wildbestände zu fördern.”

Der Direktor des Landesamtes für Wildtiermanagement Dominik Trenkwalder hat als Vorsitzender der Prüfungskommission den Wissensstand der Kandidaten überprüft: “Bei der Prüfung sind insgesamt 28 Kandidaten angetreten: 19 Kursteilnehmer sowie weitere 9 Angehörige des Landesforstkorps mit Jagdwaffenpass. 18 Kandidaten haben sowohl die mündliche als auch die schriftliche Prüfung bestanden, und zwar mit sehr guten Ergebnissen.” Die Kandidaten seien nach der umfassenden Ausbildung in den Bereichen Wildbiologie, Ökologie, Jagdrecht und ihren polizeilichen Befugnissen sowie der Hege und jagdlichen Praxis sehr gut vorbereitet, um nun der Tätigkeit als hauptberuflicher Jagdaufseher nachzugehen, hat Trenkwalder erfahren: “Sie sind alle motiviert, und für viele ist es ein Traum, der in Erfüllung geht. Die Prüfung hat nochmals ihre Eignung als Jagdaufseher bestätigt. Nun gilt es, diese Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Viele Reviere warten bereits sehnlichst auf die Einstellung der Jagdaufseher.”

Bezirk: Salten/Schlern

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