Stellungnahme der Grödner Tourismusvertreter zur Urbanistikreform

„Zuerst der Verkehr!“

Donnerstag, 05. September 2019 | 11:06 Uhr

Gröden – In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Tageszeitung Alto Adige thematisiert HGV-Präsident Manfred Pinzger die Ausweisung neuer Tourismuszonen. Dazu nehmen die Tourismusvertreter von Gröden Stellung.

„Über die Bettenobergrenze soll erst dann entschieden werden, sobald ein gutes Mobilitäts-, Anreise- und Erreichbarkeitskonzept für ganz Südtirol feststeht“, fordern die Touristiker.

Im Falle von Gröden werde bereits seit über 30 Jahren an einer Verkehrsberuhigung im Tal gearbeitet und es seien auch entsprechend Investitionen geflossen.

„Ein sehr gutvernetztes Lifte- und Bussystem, welches größtenteils von den Unterkunftsbetrieben bzw. Mitgliedern der Tourismusvereine finanziert wird – wir sprechen hier von mehreren Millionen von Euro – hat zu einer beträchtlichen Entspannung des Verkehrsaufkommens im Tal geführt – dies auch Dank der starken Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit mit der Bitte an den Gast, das private Auto am Hotelparkplatz abzustellen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen“, so die Tourismusvertreter.

Seit einigen Jahren entwickle sich nun allerdings ein neues Problem, das zu langen Autoschlangen und Verkehrsstaus führe. Ein zunehmend starkes Verkehrsaufkommen werde durch Gäste verursacht, die außerhalb des Tales wohnen und tagtäglich nach Gröden fahren, um die dortigen Infrastrukturen zu nutzen.

„Tourismuszonen machen nur dort einen Sinn, wo sich auch touristische Infrastrukturen in unmittelbarer Nähe befinden. Essentiell für Gröden ist eine Regelung der Passstraßen, auf die bereits seit 20 Jahren gepocht wird“, fügen die Grödner Tourismusvertreter hinzu.

Von: mk

Bezirk: Salten/Schlern

Kommentare

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12 Kommentare auf "„Zuerst der Verkehr!“"


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Diamant21
Diamant21
Grünschnabel
16 Tage 9 h

………SÜDTIROL ist im Verhältnis was geboten wird, VIEL ZU BILLIG, teilweise sind Dienste SOGAR KOSTENLOS und dadurch zieht man nur weitere Billig-Touristen an……….

Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
16 Tage 5 h

Diamant du träumst wohl ? Zu teuer willste wohl sagen ! Sogar für Kirchen muss man schon teilwesie Eintritt bezahlen und fast überall Parkgebühern. Wobei der Kassenautomat mehr kostet als die gebühren in 5 Jahren einbringen 🙁

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 4 h

Billig???
Für das was geboten wird zu Teuer!
Wo lebst du denn?????

Guri
Guri
Superredner
16 Tage 9 h

Macht es wie in Tirol ! eine Maut einführen dann reduziert sich der Verkehr gewaltig ! das Zillertal mit der Hochalpen Straße als bestes Beispiel . und dabei kommt Geld rein für Infrastruktur

Diamant21
Diamant21
Grünschnabel
16 Tage 8 h

DOLOMITES VIVES. Gerade einmal 1 Jahr wurde versucht eine Verkehrsberuhiging einzuführen…… Sofort wieder abgeblasen….. Unsere Landesregierung ist zu schwach als dass sie eigenständig und ohne verbandshoerigkeit in diese Richtung etwas beschließen dürfte….

Gredner
Gredner
Superredner
16 Tage 7 h

Täten wir ja gerne, aber dazu müssten die Pässe, die dem Staat gehören zuerst ans Land oder an die Gemeinden übergehen. Hoffentlich tut sich was in diese Richtung!

Diamant21
Diamant21
Grünschnabel
16 Tage 9 h

Es sind NICHT Gästebetten allein für Verkehrschaos VERANTWORTLICH…………..HINZU KOMMEN HEUTE: Airbnb, Schwarzvermietung, Zweitwohnungen, Camper, Tagestouristen………diese machen heute wenigstens die Hälfte aus.

Dublin
Dublin
Kinig
16 Tage 7 h

…also brav weiter Bettenburgen bauen…sobald alles im Stau steht, regelt sich das von alleine…
😁

nuisnix
nuisnix
Superredner
16 Tage 8 h

Das sind ja geile Typen. Die Tagesgäste sollen gefälligst zuhause bleiben und das Geld optimalerweise nach Gröden überweisen…
Der HGV-oder-Tourismus-Mensch von St.Christina meinte doch glatt im Vinschgau und in Martell gehörten keine Tourismuszonen ausgewiesen während hingegen in Gröden seit Jahren sehr achtsam mit den Zuwächsen bei den Hotels umgegangen würde…
Könnte das an Einbildung liegen oder ist es ganz einfach Verblendung?
Dass es den Einheimischen schon seit langem zuviele geworden ist, scheint diese Typen überhaupt nicht zu interessieren.
Hauptsache ihr Geschäft brummt, das Hotel ist voll (was eh selten wirklich der Fall ist) und dem Nachbarn eins ausgewischt…
Weitsicht ist etwas Anderes!!!

OrB
OrB
Universalgelehrter
16 Tage 8 h

Ich bin der Meinung, daß wir keine weiteren Tourismuszonen in Südtirol brauchen.
Es ist jetzt schon mehr als überlaufen.

Gredner
Gredner
Superredner
16 Tage 7 h

Und laut neuer Reform dürfen neue Hotels nur dorthin gebaut werden, wo die Touristen gar nicht hin wollen (sprich:strukturschwache Gebiete). Und somit entsteht dann noch mehr Pendel-Verkehr in die Tourismushochburgen. Wurde hier das Pferd mal wieder falsch herum aufgezäumt?!?

monia
monia
Grünschnabel
16 Tage 6 h

Typisch Grödner! Weil sie den Bauch schon voll haben wollen sie nun allen anderen alles verbieten!!!

Sollen einfach 50 Euro Eintritt für Gröden verlangen und dann haben sie endlich ihre Ruhe und können wieder schnitzen! 😉

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