Von: APA/AFP
Ein Angreifer hat im Süden der Türkei Medienberichten zufolge vier Menschen erschossen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke am Montag nahe der Stadt Mersin verletzt worden, berichteten die Nachrichtenagenturen DHA und IHA. Nach Angaben von DHA handelt es sich bei dem Täter um einen 17-Jährigen. Der Jugendliche eröffnete demnach in einem Restaurant das Feuer und tötete den Besitzer sowie einen Mitarbeiter. Mehrere Gäste seien verletzt worden.
Anschließend habe der Angreifer zwei weitere Menschen erschossen, bevor er mit einem Auto flüchtete. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Die Türkei war erst im April von der Gewalttat eines Jugendlichen erschüttert worden. Ein 14-Jähriger tötete an einer Schule in der südtürkischen Stadt Kahramanmaras neun Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrerin. Der Angreifer erschoss sich nach der Tat selbst. Kurz zuvor hatte ein junger Mann an seiner ehemaligen Schule in der südöstlichen Provinz Sanliurfa mit einer Schusswaffe 16 Menschen verletzt und sich anschließend das Leben genommen.
In der Türkei gelten strenge Waffengesetze. Der Besitz einer Schusswaffe erfordert eine Registrierung und einen Waffenschein inklusive einem Nachweis der psychologischen Eignung sowie eine Überprüfung auf mögliche Vorstrafen. Auf illegalen Waffenbesitz stehen strenge Strafen. Laut den Schätzungen einer türkischen Stiftung sind in der Türkei allerdings dennoch zahlreiche Schusswaffen im Umlauf, die meisten davon illegal.




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