Temperaturen bis 1,5 Grad über dem Durchschnitt

2018 war viel zu warm

Freitag, 28. Dezember 2018 | 09:46 Uhr

Bozen – Das Jahr 2018 geht als deutlich zu warmes Jahr in die Wettergeschichte ein. In ganz Südtirol lagen die Temperaturen um einem bis 1,5 Grad Celsius über den langjährigen Durchschnittswerten. In den tiefen Lagen wie dem Etschtal war es sogar das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1850. Zehn der zwölf Monate waren zum Teil deutlich zu warm, nur der Februar und insbesondere der März schlugen aus der Reihe und verliefen etwas zu kalt. Die höchste Temperatur des Jahres wurde am 1. August mit 37,8 Grad Celsius in Bozen gemessen. Am kältesten war es am 28. Feburar in Welsberg mit -23,6 Grad.

Die Niederschlagsbilanz war teils durchschnittlich wie im Etschtal, teils überdurchschnttlich wie im Vinschgau und Wipptal. In Schlanders und in Sterzing fielen 20 Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Das mit Abstand regenreichste Ereignis fand Ende Oktober statt, bei dem neue Rekorde verzeichnet wurden.

Die zwölf Monate im Überblick

Nach einem bereits schneereichen Dezember ging es im Jänner niederschlagsreich weiter. Besonders stark schneite es im Norden und Westen Südtirols. In der Nacht vom 22. auf 23. Jänner wurde hier die höchste und seltene Lawinenwarnstufe fünf ausgerufen und tatsächlich gingen in Langtaufers im Obervinschgau zahlreiche große Lawinen bis ins Tal nieder.

Gegensätzlich dazu verlief der Februar. Dieser war relativ trocken und in den höheren Lagen zu kalt, vor allem aufgrund eines äußerst markanten Kälteeinbruchs aus Russland zum Monatsende hin.

Auch der März war kühler als im Durchschnitt und durchwegs nass, in den ersten beiden Tagen hat es sogar nochmals bis in sämtliche Täler geschneit.

Während im März noch wenig vom Frühling zu spüren war, wurde es im April deutlich wärmer. In der zweiten Monatshälfte gab es bereits viele Sommertage (über 25 Grad). Nach dem schneereichen Winter lag auf den Bergen noch viel Schnee, mit den hohen Temperaturen setzte aber rasch eine starke Schneeschmelze ein.

Im Mai herrschten Südwetterlagen vor, deshalb war es sehr wechselhaft aber warm. Es gab kaum einen Tag an dem es nicht irgendwo in Südtirol geregnet hat, dementsprechend wurden auch weniger Sonnenstunden verzeichnet als sonst. Zum Teil kam es auch schon zu starken Gewittern.

Der Juni war etwas wärmer als im Durchschnitt. Trotz lokal heftiger Gewitter fiel weniger Regen als üblich.

Im Juli ging es leicht überdurchschnittlich warm weiter. Es gab weniger Regen und Gewitter als im Durchschnitt, trotzdem wurden örtlich einige Hagelschäden verzeichnet, wie etwa am 5. Juli in den Weinbergen am Kalterer See.

Gleich zu Beginn des Monats August wurden die heißesten Tage des Sommers erreicht. Zudem war es im Unterschied zu den beiden vorangehenden Sommermonaten überdurchschnittlich nass. Ein ungewöhnliches Ereignis der ganz anderen Art folgte zum Monatsende. In der Nacht auf 26. August sorgte ein Wintereinbruch im Hochpustertal zuerst für Schneefall und tags darauf für Morgenfrost.

Was folgte war der “Goldene Herbst”: Im September und auch in den ersten Oktoberwochen gab es sehr viel Sonnenschein, wenig Regen und hohe Temperaturen. Die lange Trockenheit wurde Ende Oktober abrupt beendet. Ein ungewöhnlich heftiges Mittelmeertief sorgte an drei Tagen nicht nur für Rekordregen, sondern auch für einen seltenen Sturm, der enorme Waldschäden mit Windwurf verursachte.

Deutlich ruhiger ging es im November weiter. Sonnenschein gab es zwar vergleichsweise wenig, aber dennoch war es überdurchschnittlich mild.

Im Dezember dominierten Nordlagen. Am Alpenhauptkamm schneite es immer wieder, während sich in den Süden nur wenige Schneeflocken verirrten. Trotz einer kälteren Woche Mitte des Monats war der gesamte Dezember überdurchschnittlich mild.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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27 Kommentare auf "2018 war viel zu warm"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Aurelius
Aurelius
Superredner
21 Tage 23 h

Der Klimawandel ist presenter denn je

forzafcs
forzafcs
Superredner
21 Tage 20 h

Klima ist keine Konstante wie wir es wollen. Klimawandel hat es und wird es immer geben da kann der Mensch machen was er will.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
21 Tage 19 h

@forzafcs zugegeben, man hätte einen anderen Begriff wählen können, der nicht so einfach so völlig an der Bedeutung vorbei zerpflückt werden kann.

typisch
typisch
Universalgelehrter
21 Tage 18 h

Die nåchste eiszeit kommt bestimmt, die nä hste generationen werden uns dankbar sein😃

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 12 h

@typisch weil diese Generationen dann auf einen zugemüllten Wüstenplaneten leben werden?

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 12 h

@forzafcs nur bei diesem Klimawandel ist der Mensch schuld.

Alf-A.Romeo
Alf-A.Romeo
Grünschnabel
21 Tage 5 h

@typisch

die nächsten Generationen werden nicht sehr höflich über uns sprechen!
Mit den Nachkommen ist es wie mit der italienischen Regierungen, ….die nächsten werdens schon richten!
Hoffnung?        Wunschdenken?            Realität?

Hausverstand
Hausverstand
Grünschnabel
21 Tage 23 h

Der Mensch heizt alles auf,zerstört und verseucht alles….

bleiwurm
bleiwurm
Grünschnabel
21 Tage 21 h

stimmt schade für die nächsten generationen.

selwol
selwol
Grünschnabel
21 Tage 20 h

Diese bösen Menschen,die alles aufheizen schon eine Zumutung.
An deiner Stelle würde ich sofort auf den Mars umziehen,dann bist du diese üblen Menschen los.

typisch
typisch
Universalgelehrter
21 Tage 18 h

Er heizt ja nur auf um sich vor der nächsten eiszeit zu schützen, klingt doch logisch😃👍

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 12 h

@selwol dich könnte man auch auf den Mond schießen

Alf-A.Romeo
Alf-A.Romeo
Grünschnabel
21 Tage 5 h

@kubo
warum wollen Sie den Mond mit einem “selwol” bestrafen?
Der kann doch wirklich nix dafür.

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
22 Tage 53 Min

mir war immer noch zukalt, mußte den ganzen winter heizen

rmmmm82
rmmmm82
Neuling
21 Tage 21 h

Der menschverursachte klimawandel ist die grösste bedrohung für die erde, zusammen mit übervölkerung und resourcen-verbrauch. Dazu kommt noch habitat-verlust und massensterben der tiere. Herr lass hirn regnen

Aurelius
Aurelius
Superredner
21 Tage 17 h

mmm82
genau so ist es

aristoteles
aristoteles
Superredner
22 Tage 1 h

so hitze ollerweil……

selwol
selwol
Grünschnabel
21 Tage 15 h

 Im IPCC — Intergovernmental Panel on Climate Change-Bericht steht auf Seite 774,
Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nicht linearen Systemen,dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Clima nicht möglich.
Wenn man bedenkt,dass es auch andere Studien über das System Clima gibt,die zum Beispiel sagen,die gesammte Menscheit produziert 3% des CO² Gehalts auf der Erde
Heist für mich CO² Anteil in der Luft beträgt 0,038%  3% davon sind 0,00114% Menschlicher Anteil.Will man den CO² Ausstoß in 20 Jahren um 50% verringern,was eine Utopie ist,dann wäre der CO² Gehalt in der Luft dann 0,037772%.
Ein Schelm der böses denkt.

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 12 h

genau diese 0,0014% heizen das Klima so gefährlich auf. 99% der durchgeführten Studien belegen das der Mensch für den jetzigen Klimawandel verantwortlich ist. Wir blasen pro Jahr soviel CO2 on die luft was die Erde 1.000.000 Jahre gebraucht hat zu binden.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
21 Tage 5 h

@kubo
Mitverantwortlich, nicht allein verantwortlich.

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 1 h

@Eppendorf nein verantwortlich, eigentlich müsste die Temperatur zurückgehen.

m69
m69
Kinig
21 Tage 54 Min

Selwol @

Deshalb immer selbst nachrechnen…
Sich nicht von anderen täuschen lassen…

kubo
kubo
Grünschnabel
21 Tage 12 h

Wer es noch nicht verstanden hat: Der Mensch ist für den jetzigen Klimawandel verantwortlich. Alle seriösen Wissenschaftler bestätigen das. Und kommt nicht mit pseudowissenschaftlichen Studien die von der Öllobbby gesponsert wurden.

selwol
selwol
Grünschnabel
21 Tage 11 h

Du hast wohl nicht alles gelesen.Wer lesen kann ist klar im Vorteil

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
21 Tage 5 h

 klimawondl hots olm schun gebm, solonge es die welt gibt.
 die gräschtn umweltsünder sein die grienen und olle ondern politiker , die schaugn lei beim kluanen auf die finger. die großn pulfern weiter in dreck ausi.

kubo
kubo
Grünschnabel
20 Tage 23 h

@knoflheiner das stimmt, den Klimawandel hat es immer schon gegeben. Nur dieses mal ist der Mensch schuld.

bozen
bozen
Grünschnabel
21 Tage 16 h

Wir sind nur selbst schuld. Aber niemand will was wirklich bewegendes machen, um den Klimawandel zu stoppen

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