Von: mk
Algund – Den Carabinieri von Algund ist es gelungen, einen jungen Mann aus Kampanien zu identifizieren, der Ende März eine 72-jährige Einheimische mit dem sogenannten „Spiegel-Trick“ um 250 Euro betrogen hat. Die Ermittler kamen dem Täter durch die akribische Auswertung von Überwachungskameras auf die Spur.
Der Betrug ereignete sich bereits am 22. März in der Nähe der Seilbahn von Mittelplars. Während die Seniorin mit ihrem Wagen Richtung Algund unterwegs war, hörte sie plötzlich ein metallisches Geräusch an ihrem Fahrzeug – ein klassisches Manöver der Betrüger, um eine Kollision vorzutäuschen. Kurz darauf wurde sie von einem weißen Wagen verfolgt und zum Anhalten gezwungen.
Ein junger Mann stieg aus und behauptete aggressiv, die Frau habe seinen Seitenspiegel beschädigt, worauf er sofort 500 Euro Schadenersatz verlangte. Als die Frau zögerte, versuchte er sogar, sie zu einem Bankautomaten zu drängen. Eingeschüchtert händigte die Seniorin ihm schließlich 250 Euro aus, die sie im Portemonnaie hatte. Der Täter flüchtete daraufhin sofort.
Erst später wurde der Frau klar, dass sie einem Betrüger auf den Leim gegangen war, und erstattete Anzeige bei den Carabinieri. Die Ordnungshüter leiteten umgehend Ermittlungen in die Wege. Anhaltspunkt war nicht zuletzt die Beschreibung vom Fahrzeug des mutmaßlichen Täters – ein alter, weißer Seat.
Durch den Abgleich der Zeugenaussage mit den Aufnahmen verschiedener Überwachungskameras entlang der Strecke konnte der Mann identifiziert werden. Der Verdächtige muss sich nun wegen Betrugs verantworten. Ihm droht eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren. Außerdem wird wird geprüft, ob er für weitere ähnliche Taten im Burggrafenamt verantwortlich ist.




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