Kritik wird laut

Bozen: Elektroschockpistolen zum Verkauf

Montag, 15. Mai 2017 | 17:18 Uhr

Bozen – In Bozen verkaufen einige Geschäfte Elektroschockpistolen. Wer älter als 16 Jahre alt ist, kann sich so eine Mini-Waffe zum Preis von 100 bis 125 Euro zulegen. Darauf weist die Vereinigung „Sicurezza & Legalità“ auf Facebook hin.

Offiziell werden die 160 Gramm schweren Geräte als Schutz vor aggressiven Hunden verkauft. Die Taser, die per Knopfdruck 180.000 Volt entfesseln, können einen 20 Kilogramm schweren Hund locker niederstrecken. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, auch Menschen einen Stromschlag zu verpassen und zu verletzen.

Gerade angesichts der Diskussion um die öffentliche Sicherheit stellt sich die Frage, inwiefern solche Elektroschocker gefährlich sind.

Nicht selten werden Pfefferspray oder Elektroschockpistolen zum Bumerang, falls man sich vor Angriffen damit wehren will. Gelingt es den Angreifern das Gerät zu entwenden, können sie auch gegen das Opfer eingesetzt werden.

Gleichzeitig warnt die Vereinigung „Sicurezza & Legalità“ davor, dass sich auch potentielle Übeltäter eine Elektroschockpistole zulegen können. Die Vereinigung fordert daher, dass der Verkauf von Tasern – ähnlich wie beim Waffenschein – Regeln unterworfen wird. Auch beim Online-Verkauf sollte es laut der Vereinigung mehr Kontrollen geben.

„Besser wäre es, die Ordnungshüter mit solchen Instrumenten auszurüsten“, heißt es in dem Beitrag auf Facebook.

#bolzano In alcuni negozi locali e non trovi i "dissuasori elettrici" o meglio storditori per essere corretti, vendibili…

Pubblicato da Associazione Sicurezza & Legalità – Alto Adige su Sabato 13 maggio 2017

Von: mk

Bezirk: Bozen