Schmuck wurde sichergestellt

Bozen: Polizei legt mutmaßlichen Einbrechern das Handwerk

Dienstag, 13. Oktober 2020 | 20:27 Uhr

Bozen – Die Polizei ist am vergangenen Wochenende wegen mehrerer Wohnungseinbrüche in Bozen ausgerückt. Ein Ladendiebstahl brachte die Ermittler auf die richtige Spur.

In einem Supermarkt hatten zwei Nomadinnen mehrere Kleidungsstücke entwendet. An der Kasse bezahlten die beiden nur eine Packung Bonbons. Damit hatten sie allerdings nicht gerechnet: Obwohl sie die Diebstahlsicherung bei der Kleidung entfernt hatten, ging der Alarm trotzdem los. Offensichtlich waren sie nicht gründlich genug.

Die Polizei schaffte es, rechtzeitig den Supermarkt zu erreichen. Bei der Durchsuchung der mutmaßlichen Täterinnen wurde Kleidung im Wert von 140 Euro gefunden. Eine der beiden Nomadinnen war noch minderjährig. Die Kleidungsstücke befanden sich zum Teil in einer Tasche, einige Stücke hatte sich die junge Frau auch hinter ihren BH gestopft.

Eine Nomadin versuchte außerdem, sich eines großen Schraubenziehers, eines Schraubenschlüssels und eines Stücks Hartplastik zu entledigen. Üblicherweise werden Werkzeuge dieser Art zum Aufbrechen von Wohnungstüren verwendet.

Die Nomadinnen wurden von weiblichem Personal der Polizei durchsucht. Dabei wurden auch Schmuckstücke aus Gold mit Edelsteinen entdeckt. Wie sich herausstellte, hatte ein Paar aus Bozen erst kurz zuvor einen Wohnungseinbruch gemeldet. Das Appartement war auf den Kopf gestellt worden, mehrere Wertsachen fehlten.

Nach einer kurzen Überprüfung konnte sichergestellt werden, dass die Nomadinnen tatsächlich den Schmuck des Paares bei sich hatten. Die Beute wurde den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben.

Die Polizei beschlagnahmte außerdem eine Damenhandtasche der Marke Louis Vuitton und eine Chanel-Brieftasche. Anhand der Seriennummern wollen die Ermittler herausfinden, ob es sich ebenfalls um Diebesgut handelt.

Neben einer Anzeige wegen Diebstahls und Hehlerei handelte sich die Minderjährige auch Ärger ein, weil sie der Polizei gegenüber falsche Angaben machte. Vermutlich um eine mildere Strafe zu erhalten, behauptete sie vor den Ordnungshütern, sie sei erst elf Jahre alt. Bei einer Untersuchung der Knochen im Bozner Krankenhaus, die von der Jugendstaatsanwaltschaft veranlasst wurde, stellte sich allerdings heraus, dass sie mindestens 16 Jahre alt ist.

Am Samstagvormittag wurden dieselben Nomadinnen von der Polizei in einem Mehrfamilienhaus aufgespürt und dabei beobachtet, wie sie an der Türe mehrerer Wohnungen lauschten. Vermutlich wollten sie herausfinden, ob die Appartements leer waren. Bei der Durchsuchung der beiden stieß die Polizei auf Einbruchswerkzeug.

Ein tatsächlicher Einbruch konnte keiner festgestellt werden. Vermutlich ist die Polizei gerade rechtzeitig eingeschritten. Die beiden Nomadinnen wurden dennoch wegen des Besitzes von Dietrichen angezeigt. Außerdem wurde über sie ein dreijähriges Aufenthaltsverbot für die Stadt Bozen verhängt.

Am Tag zuvor hatte die Polizei im Europaviertel in Bozen im Innenhof eines Mehrfamilienhauses zwei Jugendliche – ein Mädchen und einen Jungen – aufgespürt. Beide hatten Einbruchswerkzeug bei sich.

Die Jugendlichen hatten an einer Wohnungstür geklingelt. Die Besitzerin dachte, es handle sich um einen Techniker. Als sie die Tür öffnete, ergriffen die beiden die Flucht. Glücklicherweise wurde nichts gestohlen.

Die Polizei ruft die Bürger zur Vorsicht aus: Die Wohnungstür sollte immer abgesperrt werden. Bevor man jemandem die Tür öffnet, sollte man durch den Türspion überprüfen, um wen es sich handelt. Bei verdächtigen Vorfällen sollten umgehend die Ordnungshüter verständigt werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Bozen: Polizei legt mutmaßlichen Einbrechern das Handwerk"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
11 Tage 12 h

Aufenhaltsverbot für die Stadt Bozen?? 🤔🙉🙉🙉

Psycho
Psycho
Grünschnabel
11 Tage 11 h

…da werden sie sich bestimmt daran halten…

doco
doco
Neuling
11 Tage 10 h

Aufenthaltsverbot für ganz Südtirol nicht nur für Bozen das wäre wohl das mindeste was sie kriegen müssen.

Roman
Roman
Grünschnabel
11 Tage 56 Min

Die Polizei ruft die Bürger zur Vorsicht auf? Wie währe es, wenn man solche Personen für ein paar Jahre wegsperren würde statt immer nur anzeigen? Wahrscheinlich brauchen die Geschädigten mindestens solange alles zu verdauen und zu verarbeiten!!!

Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 11 Min

Ohne Anzeige gibt’s keine Verfahren und als Folge auch kein Wegsperren.

Wir könnten’s natürlich auch so machen wie Lukaschenko, aber ich glaube, das wäre nicht im Sinne der Allgemeinheit.

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