Von: AP
Tisens – Falscher Handwerker an der Tür, angeblicher Polizist am Telefon, verzweifelter Enkeltrick – die Maschen der Betrüger sind vielfältig, ihre Opfer oft ältere Menschen. Um genau dieser Bevölkerungsgruppe konkrete Werkzeuge in die Hand zu geben lud das Carabinieri-Stationskommando Tisens am 20. Mai zu einer Informationsveranstaltung im Altersheim St. Michael ein. Ältere Bürgerinnen und Bürger aus Tisens und Prissian folgten der Einladung und nahmen rege an der Veranstaltung teil.
In einfacher und einfühlsamer Sprache erklärten die Beamten, wie Betrüger vorgehen – und wie man sich schützen kann. Dabei standen vier wichtige Verhaltensregeln im Mittelpunkt:
- Fremden gegenüber misstrauisch bleiben und die Tür nicht für Unbekannte öffnen – auch wenn diese freundlich oder gepflegt auftreten.
- Keine Barzahlungen oder Schmuckübertragungen an der Haustür akzeptieren: Weder Behörden noch Polizei verlangen jemals auf diesem Weg Kautionen, Bußgelder oder Rechnungen.
- Bei alarmierenden Anrufen, in denen ein Familienmitglied angeblich in Not ist, nicht impulsiv handeln – auflegen, durchatmen und die betreffende Person unter ihrer gewohnten Nummer zurückrufen.
- Und bei jedem Verdacht oder ungewöhnlichen Besuch sofort die Notrufnummer 112 wählen.
Den Abschluss bildete eine lebhafte Fragerunde, die einmal mehr zeigte, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Bevölkerung und Sicherheitskräften ist.
Oberstleutnant Stefano Esposito Vangone, Kommandant der Carabinieri-Kompanie Bozen, brachte es auf den Punkt: „Einen älteren Menschen zu betrügen bedeutet nicht nur, ihm materielle Güter zu entziehen, sondern ihn auch tief in seinem Sicherheitsgefühl zu treffen. Mit diesen Veranstaltungen wollen wir konkrete Hilfe geben – und unsere ständige Präsenz spürbar machen. Im geringsten Zweifel: Rufen Sie 112 an.”




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