Von: luk
St. Ulrich – Ein vermeintlicher Raub, angeblicher Identitätsdiebstahl und sogar ein „Zeuge“ – doch das Kartenhaus fiel schnell in sich zusammen: In St. Ulrich in Gröden haben die Carabinieri die frei erfundene Anzeige eines 20-Jährigen aufgedeckt. Der junge Mann wurde wegen der Vortäuschung einer Straftat angezeigt. Der aus der Provinz Latina stammende und in Gröden wohnhafte Mann soll Anfang Februar einen angeblichen Diebstahl seines Portemonnaies und Smartphones gemeldet haben.
Auf der Wache erklärte er detailliert, Unbekannte hätten nicht nur seine Wertgegenstände entwendet, sondern auch mit seinem Handy Online-Einkäufe in seinem Namen getätigt. Am darauffolgenden Tag ergänzte er seine Anzeige und brachte sogar einen angeblichen Zeugen mit, um seine Darstellung zu untermauern.
Die Ermittlungen der Carabinieri – darunter die Auswertung von Telefon- und Internetdaten sowie Bewegungsprofilen – ergaben jedoch, dass es weder einen Diebstahl noch einen Identitätsmissbrauch gegeben hatte. Vielmehr handelte es sich um eine frei erfundene Geschichte.
Der junge Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Bozen wegen Vortäuschung einer Straftat und falscher Angaben gegenüber einem öffentlichen Amtsträger angezeigt. Die Carabinieri weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass falsche Anzeigen kein Kavaliersdelikt sind, sondern strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und wertvolle Ressourcen der Ermittlungsbehörden binden.




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