Von: mk
Meran – Im Rahmen der Drogenbekämpfung war 2023 auch die Meraner Ortspolizei an vorderster Front tätig und hat einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Drogenhandels geleistet. Im Raum Meran und im gesamten Burggrafenamt wurden die Kontrollen rund um die Schulgebäude und in den Parkanlagen verstärkt. Es gab insgesamt 64 Einsätze, die zur Beschlagnahme von Drogen geführt haben: 15 davon betrafen den Drogenhandel und 49 den Besitz von Drogen für den Eigenbedarf.
Bürgermeister Dario Dal Medico hat die Ortspolizei dazu aufgefordert, immer einzugreifen, wenn etwas gemeldet wird, auch wenn die Ortspolizei derzeit noch nicht voll besetzt ist und es landesweit schwierig ist, ausreichend Personal zu finden. „2023 war ein arbeitsintensives Jahr“, erklärt der Bürgermeister, „in dem unsere Ortspolizei an vorderster Front gegen den Drogenhandel vorgegangen ist“.
„Die Einsätze der Polizeikräfte sollen sich nach den Anrufen und Meldungen der Bürgerinnen und Bürger richten. Es ist wichtig, da zu sein, und dort wo Menschen zusammenkommen, aktiv zu werden und auf die Jugendlichen einzuwirken, um auf diese Weise verwerfliche Phänomene und Verhaltensweisen im Keim zu ersticken“.
Von Januar bis Dezember 2023 wurden in den zahlreichen Einsätzen von Ortspolizeistreifen gegen den Drogenkonsum in 49 Fällen Drogen für den Eigengebrauch und in den übrigen 15 Fällen für den Handel bestimmte Drogen in einer Gesamtmenge von 1.207,99 Gramm beschlagnahmt. Die am häufigsten sichergestellte Substanz war Haschisch (1.046,486 g), gefolgt von Cannabis (141,168 g) und Kokain (8,102 g). Beschlagnahmt wurden außerdem noch Methamphetamin (6,579 g) und andere Drogen wie Ketamin (5,660 g).
„Das sind zwar nur geringe Mengen, die jedoch deutlich zeigen, dass schon in jungen Jahren Drogen konsumiert werden, ein Phänomen, das auch in unserer Stadt Anlass zur Sorge gibt“, sagt Bürgermeister Dario Dal Medico – „Wir werden uns sicherlich mit dem Polizeidirektor und dem Präfekten über die Dringlichkeit der Prävention und des Kampfes gegen den Drogenhandel und den Konsum von Drogen unter jungen Menschen austauschen, und besonders aus letzterem Grund nicht lockerlassen. Die Beschlagnahme von Drogen, die leider auch im Besitz minderjähriger Jugendlicher waren, zeigt, dass die Ortspolizei immer präsent und einsatzbereit ist, auch über ihre Routineaufgaben hinaus. Unser Dank gilt auch den Meraner Bürgerinnen und Bürgern, deren Mitarbeit sich bei der Aufdeckung illegaler Machenschaften, die sonst ungestraft geblieben wären, als unentbehrlich erwiesen hat“.
In fast allen Fällen kommen die Meldungen von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von den Schulen, was die Ortspolizei dazu veranlasst hat, die Kontrollen rund um die Schuleinrichtungen zu verstärken. Auf den Schulhöfen ist das Rauchen verboten, aber bei Kontrollen wurden Drogen gefunden. Jugendliche konsumieren dort Haschisch und Marihuana. „Im Laufe des Jahres wurden Hunderte von Kontrollen durchgeführt. Am häufigsten werden Drogen im Rahmen abendlicher Kontrollen beschlagnahmt“, erklärt der Ortspolizeikommandant Alessandro De Paoli, „bei denen Jugendliche beim Rauchen in Parks und auf Schul- und Kindergartenhöfen erwischt werden also an Orten, die in den Abendstunden kaum von der Bevölkerung besucht werden“.
Die außerordentlichen Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen werden auch 2024 fortgesetzt, um die öffentliche Sicherheit, die Legalität und den Kampf gegen den gesellschaftlichen Verfall zu gewährleisten.