34-Jährige stirbt bei Unfall in Bozen

„Ein wahres Energiebündel“ – Trauer um Margherita Giordano

Freitag, 25. November 2022 | 11:14 Uhr

Bozen – Sprühend vor Energie, offen, optimistisch, verliebt ins Leben und in den Beruf – so wird Margherita Giordano beschrieben. Wie berichtet, ist die 34-jährige Lehrerin am Donnerstag in der Freiheitsstraße bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Die Frau, die ursprünglich aus Somma Vesuviana in Kampanien stammt, war mit dem Fahrrad unterwegs. Auf der Kreuzung zur Italienallee ist sie mit einem fahrbaren Betonmischer zusammengeprallt.

Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ist die junge Lehrerin nach Südtirol gekommen und hat an der doppelsprachigen Schule in Bruneck gearbeitet. „Sie war eine wunderbare Frau – sowohl in menschlicher als auch in professioneller Hinsicht“, erklärt Direktorin Giusy Santo laut einem Bericht der italienischen Tageszeitung Alto Adige.

Margherita Giordano sei gut ausgebildet und stets einsatzbereit gewesen. In Bruneck hat sie zwischen 2016 und 2020 gearbeitet und damit auch Corona-Pandemie miterlebt, die sich vor allem auf die Schule stark ausgewirkt hat. Sie unterrichtete Mathematik und Naturkunde und schaffte es, ihre Begeisterung auf die Schüler zu übertragen, bei denen sie sehr beliebt war.

„Einmal hat sie mir erzählt, dass sie beinahe den Zug nach Südtirol verpasst hätte“, sagt Giusy Santo. Ihr Vater habe sie zum Bahnhof gefahren. „Als sie bei einem Unfall vorbeikamen, zwang sie ihren Vater umzukehren und erste Hilfe zu leisten“, berichtet die Direktorin. Nachdem sie eine ehemalige Kollegin überredet hatte, engagierte sich Margherita Giordano auch im Theater in Bruneck. Eine Saison lang trat sie auf der Bühne auf.

Nach vier intensiven Jahren verabschiedete sie sich von der Rienzstadt und zog nach Bozen, wo sie in der Grundschule unterrichtete. Auch Schulleiterin Sabine Giunta hebt die menschlichen und fachlichen Qualitäten der 34-Jährigen hervor: „Ihr Lächeln hat die Herzen von Schülern und Kollegen aufgehellt.“

Nun ist die junge Frau selbst bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Fahrrad ist bei dem Unfall komplett unter den Laster geraten. Der fahrbare Betonmischer ist aus der Italienallee gekommen und rechts eingebogen.

stnews/luk

Sämtliche Bemühungen der Rettungskräfte waren vergebens. Die 34-Jährige erlag noch an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen. Auch ihr Partner, der als Sanitäter im Bozner Krankenhaus arbeitet, erschien am Unfallort.

Nach dem Vekehrsunfall wird der Ruf nach Umfahrungsstraßen in Bozen lauter. Damit müssten Lkw nicht mehr durch die Innenstadt fahren. An derselben Kreuzung haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Unfälle ereignet. Die Stadtverwaltung hat deshalb die Ampelschaltung mehrmals geändert und den Radweg verlegt, wie Medien berichten.

Nun sollen die Ampelphasen noch einmal geändert werden. Zuerst sollen Radfahrer und Fußgänger Grün bekommen und erst dann die Autofahrer.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "„Ein wahres Energiebündel“ – Trauer um Margherita Giordano"


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AngelDevil
AngelDevil
Neuling
2 Tage 17 h

Traurig,das olm erscht ebans gitun werd bols zi spät isch.Mein herzliches Beileid der Familie!

Doolin
Doolin
Kinig
2 Tage 16 h

…an dieser Kreuzung passieren dauernd die gleichen Unfälle…Gemeinde BZ steht in der Verantwortung…hat nichts getan…

i bins original
i bins original
Grünschnabel
2 Tage 16 h

Wia wars mit Unterführungen?
Amol epes gscheids mochn war ongsog, anstott olm lai so a Gewurschtle

nightrider
nightrider
Superredner
2 Tage 7 h

Die Unterführungen für die Auto, find i guat.

roodwitblauw
roodwitblauw
Neuling
2 Tage 8 h

Ganz schrecklich was passiert ist. Mein beleid an die angehörigen
Aber keine redet von der Lastwagenfahrer. Der steht genau so unter shock, denke ich mir.
Ich weis auch nicht wie der Unfall passiert ist. Aber viele Fahradfahrer vergessen das Lastwagen tote winkel haben und der Fahrer leider nicht alles sehn kann.

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
2 Tage 16 h

Meine ex Arbeitskollegin… War mit Leib und Seele im Beruf tätig. Ganz feiner Mensch. Das müssen ihre jetzigen Arbeitskollegen*innen und Schüler*innen erstmal verarbeiten, so einen Schock! Einfach nur traurig sowas.

Staenkerer
2 Tage 16 h
teagisch! schod um des junge madl des no viel für de jugend bewirkn gekennt hat! mein mitgefühl für olle de um sie trauern. i kenn de kreuzung nit, frog mi ober als verkehrsteilnehmer ob es nit olleweil gfährlicher werd wenn man ständig ba der gfährlichen kreuzung (siehe de berichte über unfälle der letztn johr) konzeptlos ummerexperimentiert? es stimmt das man auf der stroß immer ochtsom sein muaß ober wenn man an strecknobschnitt, a kreuzung oft benutzt schleicht sich a gewisse gewohnheit ein, man woaß wos man bsunders beochtn muaß, und ist überroscht wenns plötzlich onderst isch vor ollem, wies im… Weiterlesen »
meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
2 Tage 8 h

Sehr traurige Sache.
Bozen hat schon seid jahren ein Verkehrsproblem : nahezu keine Über- oder Unterführungen, kaum Umfahrungsstraßen, Umwegverkehr durch Radwege welche Straßen in Einbahnverkehr gezwungen haben usw. Übrigens in Meran, teils Vinschgau und Pustertal ebenso…

ieztuets
ieztuets
Superredner
2 Tage 15 h

Sehr traurig herzliches Beileid… hoffe es gibt Augenzeugen zur Schuldfrage!

alle
alle
Neuling
2 Tage 15 h

Erst vor kurzem mit meiner Tochter und der Schule in Wien gewesen. Mein Beileid.

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
2 Tage 5 h

Das Radwegenetz durch die Stadt Bozen ist katastrophal, hier ist höchste Zeit, etwas zu ändern.

Hudy17
Hudy17
Tratscher
1 Tag 21 h

und wenn man in zebrastreifen weiter noch hinten verlegt, wo man besser olls sig?

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