Von: mk
Bozen – Am Donnerstag, 5. März, findet im Eurac in Bozen die mit Spannung erwartete Tagung „Vulnerable Familien: Auf dem Weg zum Präventions- und Unterstützungssystem” statt, die den Abschluss des dreijährigen Projekts P.I.P.P.I. markiert.
P.I.P.P.I. ist ein Interventionsprogramm zur Prävention der Institutionalisierung von Minderjährigen, das auf nationaler Ebene vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik in Zusammenarbeit mit der Universität Padua und öffentlichen und privaten sozialen Einrichtungen gefördert wird. In Südtirol wurde es vom Verein „La Strada-Der Weg” und vom Sozialdienst Bozen getragen.
Institutionalisierung zu verhindern, bedeutet, zu vermeiden, dass Kinder, die potenziell von einer Form der erzieherischen und emotionalen Vernachlässigung bedroht sind, vorübergehend aus ihren Herkunftsfamilien entfernt werden müssen.
P.I.P.P.I hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere Familien, die bei der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder fragil sind, frühzeitig mit einer Reihe von Dienstleistungen und Netzwerkmaßnahmen zu unterstützen und zu begleiten. In den letzten drei Jahren wurden verschiedene Maßnahmen zur gezielten Unterstützung in diesem Bereich untersucht und erprobt, und die Konferenz, an der etwa 250 Fachleute teilnehmen werden, wird die Ergebnisse dieses Prozesses vorstellen.
Am Vormittag werden die Professorinnen Paola Milani und Anna Salvò von der Universität Padua sprechen, ergänzt durch Beiträge von Professorin Francesca Maci von der Universität Parma und Giorgio Tamburlini, Präsident des Zentrums für die Gesundheit von Kindern und Mädchen in Triest.
Den Abschluss bildet Dr. Marion Weigl, die das österreichische System der Frühen Hilfen für Familien vorstellen wird. Der Nachmittag ist hingegen der Vertiefung der lokalen Realität gewidmet – mit einer Podiumsdiskussion, an der Renato Sampogna als Vertreter des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik, Astrid Wiest, Direktorin des Amtes für Kinderschutz und soziale Eingliederung der Provinz Bozen, Benno Baumgartner, Präsident des Jugendgerichts Bozen, Patrizia Corrà als Vertreterin der Landesdirektion italienischsprachige Grund-, Mittel- und Oberschulen, Professorin Teresa Bertotti für die Universität Trient und Professorin Diletta Mauri für die Freie Universität Bozen teilnehmen werden. Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Bozen und wird von der Autonomen Provinz Bozen unterstützt.




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