Die Einsätze nach den Gewittern hielten die Feuerwehren auf Trab

Einige Murenabgänge in Tirol nach starken Gewittern

Freitag, 07. August 2026 | 11:26 Uhr

Von: importer

Gewitter mit Starkregen haben Donnerstagabend in Tirol lokal zu vereinzelten Murenabgängen und einigen kleinräumigen Überflutungen geführt. Vor allem im Zillertal gingen einige Muren ab. Zudem drang Wasser in einige Keller, Tiefgaragen und Unterführungen in Innsbruck, in Gemeinden östlich der Landeshauptstadt sowie im Bezirk Kitzbühel ein. Großflächige Überschwemmungen bzw. flächendeckende Schäden blieben aus. Verletzt wurde niemand.

Zu einem Murenabgang im Zillertal kam es unter anderem in der Marchklamm in Finkenberg. Eine etwa 20 Meter breite und rund fünf Meter hohe Mure verlegte die Schlegeisstraße. Ein Pkw-Lenker konnte seine Fahrt ins Tal nicht mehr fortsetzen. Er ging zu Fuß zur Staumauer und fuhr von dort aus mit einem Linienbus ins Tal. Auch in Richtung Stillupspeicher sowie in Tux und Ginzling hielten Murenabgänge Einsatzkräfte auf Trab. In Brandberg verlegte eine Mure die Straße auf Höhe Zillergrund taleinwärts bis Häusling. Die Feuerwehr Brandberg war während der Nachtstunden mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

In Innsbruck mussten indes Feuerwehrleute im Bereich der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Reichenau und Olympisches Dorf wegen einiger überfluteter Keller ausrücken. Dasselbe galt etwa auch für die Gemeinden Fritzens und Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land.

Einsätze auch in Kitzbühel

Auch in der Gamsstadt Kitzbühel sowie im benachbarten Aurach wurden die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. In Kitzbühel trat im Ortsteil Gundhabing ein Bach über die Ufer, wodurch es zu mehreren Überflutungen kam, wie die Stadtfeuerwehr Kitzbühel am Freitag mitteilte. Zudem sei die Bundesstraße von Gundhabing bis zum Lagerhaus überspült worden. Wohnhäuser sowie Gewerbe- und Industriebetriebe waren dort ebenfalls betroffen. Eine Unterführung musste von Schlamm und Wasser befreit werden. Die Helfer rückten mit Tauchpumpen und Wassersaugern an. Die Auswirkungen des Unwetters hätten zügig bewältigt und größere Schäden verhindert werden können, hieß es.

Auch in Aurach ging am Abend eine Mure ab. Betroffen war vor allem ein Anwesen. Zwei Bagger fuhren dort auf, um Schlamm, Geröllmassen und Baumstämme zu entfernen.

“Orange Unwetterwarnung” ausgegeben

Die Geosphere Austria hatte am Vormittag eine sogenannte “orange Unwetterwarnung” für das Tiroler Unterland bzw. Gebiete östlich von Innsbruck ab Donnerstagmittag bis in die Abendstunden ausgegeben. Es wurde eine erhöhte Unwettergefahr prognostiziert, teilte das Land mit. Lokal seien 50 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter und Sturmböen bis zu 80 km/h möglich. Ursächlich dafür sei eine Kaltfront, die Tirol aus Nordwesten erreiche und am Nachmittag zunehmend aktiv werde, hatte es geheißen.

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