Von: luk
Bozen/Sexten – Die Kälte hat das Land fest im Griff: In der vergangenen Nacht hat die Frostwelle über den Alpen ihren Höhepunkt erreicht und Südtirol in eine tiefgefrorene Landschaft verwandelt. Sexten, die Heimat des Tennisstars Jannik Sinner, meldete mit klirrenden -19 Grad den Tiefstwert der Region.
Selbst in den tiefer gelegenen Tälern herrschten sibirische Verhältnisse: In Gargazon sank das Thermometer auf -12 Grad, während die Bewohner von Bozen bei minus acht Grad in den Tag starteten.
Guten Morgen. In vielen Landesteilen sanken die Temperaturen noch etwas tiefer als bisher, Kältepol war Sexten mit -19°, in den tiefen Lagen sticht Gargazon heraus mit -12°. Von absoluten Kälterekorden sind wir aber immer weit entfernt, der liegt in Toblach bei -29° am 10.02.1969 pic.twitter.com/hwsGt7Z1I4
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) January 8, 2026
Eigentlich Normaltemperaturen um diese Zeit
Trotz der eisigen Temperaturen bleibt der historische Kälterekord ungebrochen: -29 Grad wurden am 10. Februar 1969 in Toblach gemessen, erinnert Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Von Werten dieser Größenordnung ist man derzeit noch deutlich entfernt und es zeigt, dass deutliche Minusgrade eigentlich normal für einen Südtiroler Winter sind.
Für das Wochenende zeichnet sich eine leichte Erwärmung ab, bevor zu Wochenbeginn erneut ein moderater Temperatursturz erwartet wird. Danach soll sich die Kältewelle endgültig abschwächen.
Weiter keine ergiebigen Niederschläge in Sicht
Schnee bleibt dagegen weiter Mangelware: Lediglich am Alpenhauptkamm dürfen sich heute über ein paar Zentimeter Neuschnee freuen – zwischen fünf und zehn Zentimeter sind laut Prognosen möglich. Auch am morgigen Freitag könnten kurzzeitig ein paar Schneeschauer bis in die südlicheren Täler vordringen.
Ergiebige und landesweite Schneefälle sind zwar nach wie vor keine in Sicht, aber es gibt jetzt zumindest einen Streifschuss. Heute beginnt es im Norden Südtirols leicht zu schneien, am Alpenhauptkamm rund 5-10 cm. Morgen ziehen auch weiter im Süden ein paar Schneeschauer durch.
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) January 8, 2026




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