Touristin droht mit Anzeige wegen fehlenden Zahlungsnachweis

Eskalation am Drehkreuz in Seceda

Montag, 03. August 2026 | 11:49 Uhr

Von: Sophia Molitor

Gröden – Der Selfie-Hotspot auf der Seceda in den Grödner Dolomiten sorgt erneut für Diskussionen. Nachdem der Aussichtspunkt zuletzt wegen des umstrittenen Drehkreuzes in die Schlagzeilen geraten war, ist es nun zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Touristin und dem Betreiber gekommen. Auslöser war ein nach der Bezahlung nicht ausgehändigter Zahlungsnachweis. Auch der Präsident des Italienischen Alpenvereins, CAI Alto Adige, äußert sich zur angespannten Situation auf dem Berg.

Um den Aussichtspunkt zu erreichen, müssen Besucher mittlerweile das Drehkreuz passieren und fünf Euro bezahlen. Ein auf Facebook viral gegangenes Video zeigt eine Auseinandersetzung zwischen einer Touristin und dem Betreiber des Drehkreuzes. Die Frau fordert einen Zahlungsnachweis, den der Betreiber jedoch nicht ausstellt. Er erklärt, die Zahlung sei zwar dokumentiert, einen Beleg könne er jedoch nicht ausgeben. Die Touristin entgegnet, dass er gesetzlich verpflichtet sei, ihr einen offiziellen Zahlungsnachweis auszuhändigen.

Trouristin droht die Polizei zu rufen

Die Situation scheint nach mehreren Minuten verbaler Auseinandersetzung zu eskalieren. Die Touristin droht schließlich damit, Anzeige zu erstatten. Der Betreiber zeigt sich von der Androhung eines Polizeieinsatzes unbeeindruckt. Statt die Situation zu entschärfen, beschimpft er die Frau weiter und verweist darauf, dass es sich um ein Privatgrundstück handle und er sich deshalb im Recht sehe.

Zu der Auseinandersetzung hat sich auch Carlo Alberto Zanella, Präsident des italienischen Alpenvereins CAI Alto Adige, geäußert. Er hofft, dass sich die Gemüter beruhigen, da ein heißer August bevorstehe. Im Interview mit TG33 sagte Zanella, die Frau habe mit ihrer Forderung nach einem Zahlungsbeleg „irgendwo auch Recht“, da auf Anfrage ein Beleg ausgehändigt werden sollte. Zugleich wies er darauf hin, dass es in Südtirol zahlreiche weitere Aussichtspunkte gebe wo man hingehen könne.

Bislang ist nicht bekannt, wie die Einnahmen aus dem Drehkreuz auf dem Privatgrundstück steuerlich abgewickelt werden. Zwar können die Einnahmen ordnungsgemäß erfasst und versteuert werden, wie dies im konkreten Fall erfolgt, wurde bislang jedoch nicht öffentlich dargelegt.

 

Bezirk: Eisacktal

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