Mutprobe

Extrem scharfen Chip gegessen: 14-Jähriger in den USA starb

Freitag, 17. Mai 2024 | 11:42 Uhr

Von: APA/AFP

In den USA ist ein Jugendlicher laut Autopsie-Bericht nach dem Verzehr eines extrem scharfen Mais-Chips gestorben. Der 14-Jährige aus Worcester im Bundesstaat Massachusetts sei an einem Herzstillstand infolge des Konsums “einer Lebensmittelsubstanz mit einer hohen Konzentration von Capsaicin” gestorben, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Autopsie-Bericht. Capsaicin ist eine scharfe Substanz, die etwa in Chili, Paprika und Pepperoni enthalten ist.

Der Jugendliche war Lokalmedien zufolge bereits Anfang September gestorben. Wenige Tage nach seinem Tod nahm der Hersteller des superscharfen Chips das Produkt vom Markt. Der Chip enthielt Carolina Reaper und Naga Viper, die zu den schärfsten Chili-Sorten der Welt gehören.

Verkauft wurden die Chips in Packungen, die jeweils nur ein Exemplar enthielten. Das Produkt des Herstellers Paqui wurde als “One Chip Challenge” (Mutprobe mit einem Chip) bezeichnet. Die “One Chip Challenge” wurde zu einem Trend unter Jugendlichen in den Onlinenetzwerken.

Die Verpackung des Chips, die die Form eines Sarges hatte, zeigte einen roten Totenkopf in Flammen. Auf der Rückseite wurde gewarnt, dass der Chip “außerhalb des Zugriffs von Kindern” aufbewahrt werden solle.

Der 14-Jährige litt dem Autopsie-Bericht zufolge an einem angeborenen Herzdefekt und einer krankhaften Vergrößerung des Herzens. Seine Herzprobleme könnten demnach zu seinem Tod beigetragen haben.

In Kalifornien waren Medienberichten zufolge drei Jugendliche nach ihrer Teilnahme an der Mutprobe mit den extrem scharfen Chips ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auch im Bundesstaat Minnesota litten sieben Teenager nach der Teilnahme an gesundheitlichen Beschwerden.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Extrem scharfen Chip gegessen: 14-Jähriger in den USA starb"


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Tratscher
1 Monat 3 Tage

Lebensmittel die Kindern schaden und nichts zur Ernährung beitragen, sollen verboten werden, die haben nichts auf dem Markt verloren. Alle die sowas erlauben sollten mit bestraft werden, wenn Menschen Schäden davon erleiden.

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 3 Tage

Warum das Produkt komplett verbieten anstattt ein Verkaufsverbot unter einem gewissen Alter?

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Tragisch… obo bol die leit spinn, gebm se hot a zuachn…ich versteh nicht, was da tolles daran ist, wenn dir dann die ganze Gosch brennt, bis runter in den Magen… aber einige haben halt besondere Hobbys und Freuden..

magg
magg
Superredner
1 Monat 3 Tage

Mutproben unter Kinder und Jugendlichen gab es schon immer und manchmal ging es auch schief.
Jeder hat in jungen Alter Blödsinn gemacht und manchmal wurde der Bogen überspannt.

Zussra
Zussra
Superredner
1 Monat 3 Tage

Ba ins gibs holt ‘s Komasaufen. Isch a nicht bessa!

Hustinettenbaer
1 Monat 3 Tage

Der Junge starb im September.
Capsaicin-“Mutproben” sind wohl schon Geschichte.

Vielleicht ist gerade Würgen bis zur Bewusstlosigkeit angesagt. Oder die „Salt Chip Challenge“.

Mädchen bei TikTok-Challenge auf Schulklo bewusstlos gewürgt – SWR Aktuell
Die „Salt Chip Challenge“: Neue gefährliche Mutprobe im Netz (hna.de)

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