Die "falsche Polizei" beschäftigt weiter die echte

“Falscher Polizist” verletzt Pensionistin in Wien-Ottakring

Mittwoch, 15. April 2026 | 12:30 Uhr

Von: apa

Die Geschichte war nicht wirklich schlüssig, sie verfing leider dennoch: Ein “falscher Polizist” hat am Dienstagnachmittag in Wien-Ottakring eine 91-jährige Pensionistin ausgeraubt und die seit 1977 alleinstehende Frau leicht verletzt zurückgelassen. Ein Unbekannter hatte das Opfer zuvor telefonisch kontaktiert, sich als Polizist ausgegeben und der Frau mitgeteilt, dass in Hietzing in einer Bankfiliale “Gauner” arbeiten würden. Deshalb würde er einen Kollegen vorbeischicken.

Dieser solle ihre Bargeldbestände kontrollieren. Kurz danach erschien ein etwa 25 Jahre alter, 1,80 Meter großer und schwarzhaariger Mann, den die 91-Jährige in ihre Wohnung ließ. Sie händigte ihm ein Paket mit Bargeld im oberen fünfstelligen Bereich aus. Der Täter tat so, als würde er das Geld zählen. Als die Frau dieses wieder an sich nehmen wollte, stieß sie der Mann zu Boden und flüchtete mit dem Geld. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

In dem Zusammenhang gab die Wiener Polizei Tipps gegen Telefonbetrüger:

- Beenden Sie das Telefonat. 
- Die Polizei übernimmt und bewahrt grundsätzlich kein Bargeld oder 
  Wertgegenstände für Sie auf. 
- Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anrufer Sie nach Wertgegenständen, 
  Bargeld oder Kontoguthaben anspricht. Beenden Sie in diesem Fall 
  sofort das Gespräch.
- Klären Sie Ihre Verwandten über diese Betrugsform auf. 
- Reden Sie in Ihrem engsten Verwandtenkreis über diese 
  Vorgehensweise. 
- Legen Sie für Ihre Angehörigen auch alternative 
  Ansprechpartnerinnen und -partner für die Kontaktaufnahme fest, 
  falls Sie einmal nicht sofort erreichbar sind.
- Sobald Sie merken, dass die oder der Anrufende Geld von Ihnen 
  verlangt, brechen Sie das Gespräch ab.
- Notieren Sie sich die Nummer der Anruferin oder des Anrufers. 
- Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten 
  Sie Anzeige.
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