Anzeige bei den Carabinieri

Feuer in WOBI-Wohnung gelegt: War es ein Vergeltungsakt?

Mittwoch, 08. August 2018 | 11:16 Uhr

Meran – In einem Mehrfamiliengebäude des Südtiroler Wohnbauinstituts in der Damiano Chiesa-Straße im Meraner Stadtviertel Sinich wäre es beinahe zu einer Tragödie gekommen. Am 6. August wurde um 2.45 Uhr in der Früh die Tür eines Appartements in Brand gesteckt. Bei den Carabinieri ist bereits Anzeige erstattet worden.

Die Bewohner hatten wohl Glück im Unglück. Eine Nachbarin, die Frühschicht hatte und das Haus verlassen wollte, bemerkte das Feuer rechtzeitig und konnte die Flammen löschen, die bereits bis zur Hälfte der Tür in die Höhe loderten.

Die Spuren deuteten sofort auf Brandstiftung hin: Es wurden die Reste eines Fußabtreters, der kegelförmig aufgerollt war, und ein paar Fetzen gefunden, die vermutlich angezündet worden waren.

Laut einer Anordnung des Wohnbauinstitutes werden die Mieter angehalten, Vorfälle von Müll- oder Möbelablagerung in den Gängen sowie andere Verstöße oder seltsame Vorgänge zu melden. Sollte es zu Schäden kommen und es wird kein Urheber ausfindig gemacht, werden die Kosten auf alle Bewohner des Gebäudes gleichmäßig verteilt.

Einige Mieter vermuten, dass es deshalb zu Konflikten zwischen Personen im Mehrfamilienhaus gekommen ist. Dass es sich um einen Vergeltungsakt handelte, schließen manche Einwohner nicht aus.

Warum die Mieter aufgefordert werden, sich gegenseitig zu beschuldigen, bleibt unklar. Im Gebäude befinden sich Überwachungskameras.

Harsche Kritik kommt von Paola Zampieri von Fratelli d’Italia. „Die Mieter können nicht Aufseher für das Wohnbauinstitut spielen“, erklärt sie Medien gegenüber. Das WOBI müsse die Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass eine Vertrauensperson im Stockwerk in jedem Mehrfamilienhaus wohnt. Ansonsten komme es zu Krieg unter den Mietern.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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8 Kommentare auf "Feuer in WOBI-Wohnung gelegt: War es ein Vergeltungsakt?"


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sakrihittn
sakrihittn
Superredner
12 Tage 11 h

Alle die sich nicht an die Regeln halten muss das Recht auf eine Sozialwohnung verwehrt werden. So gut wie gratis wohnen und Mitbewohner schikanieren geht gar nicht!

One
One
Tratscher
12 Tage 6 h

Das Wobi gehört unverzüglich aufgelöst. Bei dieser schwachsinnige Idee von Sozialbauten, bereichern sich Unmengen an Verwaltungsräten, Bürokraten, Direktor und der Rest dieses armseligen Vereins. Jeder der sozial schwach ist, sollte vom Land einen Mietzuschuss bekommen und sich selbst aussuchen können wo er wohnen möchte, anstelle von diesen Ghettos.

Krabbe
Krabbe
Grünschnabel
12 Tage 8 h

Es scheint so, als ob einigen dieser Miethilfbedürftigen zuviel (Frei)Zeit hätten, um auf dumme Ideen zu kommen? Siehe damals die schwerbeschäftigte tunesische Brüderbande in Lana…
Zum Schaden von den braven Leuten, die mit diesen Subjekten Tür an Tür leben müssen.

Angy
Angy
Neuling
12 Tage 6 h

Früher waren die Kontrollen strenger und überhaut alles einfacher,
man hat angerufen wenn es was zu beanstanden gibt und es wurden die Kontrollen geschickt. Nun sollen die Mieter die Kontrollfunktion ausführen, alles schriftlich senden und und und….
Es kann sich halt nicht jeder leisten eine Eigentumswohnung zu haben, deshalb finde ich es schlimm wenn man als Schmarotzer abgetan wird, die die ein Einkommen haben werden zur Kasse gebeten, sich bitte mal genauer Informieren nicht immer ALLE schlecht machen.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 3 h

Ja warum etwa? Die Kontrolleure werden sich nicht mehr hintrauen da sie wahrscheinlich bedroht und beschimpft wurden!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 3 h

Raus werfen!
Wenn es denen nicht passt in dem Haus welche die Allgemeinheit finanziert können die „edlen Herrschaften“ ja gerne sich was anderes suchen und selbst bezahlen!

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
12 Tage 2 h

@ One
Diesen Machenschaften sollte so schnell wie möglich das Handwerk gelegt werden , Sie haben den Nagel perfekt am Kopf getroffen .

Angy
Angy
Neuling
11 Tage 16 h

Vertrauenspersonen will niemand mehr machen, wieso auch, so was von undankbar, sicherlich nicht in jedem ‘Haus, aber in den meisten hört man nur Beschimpfungen Bedrohungen, und da denke ich würde jeder dankend absagen.
Die Landesregierung sollte mal das ganze Konzept überdenken und versuchen mal Mieter aus den verschiedenen Bezirken auf ein Gespräch einzuladen und auch auf ihre Meinungen Vorschläge eingehen, denn so wie es jetzt ist, ist es eine Zumutung für viele, wie gesagt nicht überall.

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