Von: apa
Der Dachstuhl eines bekannten Hotels im Zentrum des Tiroler Tourismusorts Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land), des “Klosterbräu”, ist Montagabend in Vollbrand geraten. Meterhohe Flammen stiegen auf, dichter schwarzer Rauch war weithin zu sehen. Am späten Abend kämpften die zahlreichen Einsatzkräfte noch immer gegen das Feuer. Die Landeswarnzentrale gab indes einen sogenannten AT-Alert für die lokale Bevölkerung aus.
14 Feuerwehren mit schwerem Atemschutzgerät versuchten den Flammen unter schwierigsten Bedingungen Herr zu werden, auch die Rettung und neun Polizeistreifen waren an Ort und Stelle. Gegen 23.00 Uhr dauerten die Löscharbeiten an und gestalteten sich nicht zuletzt aufgrund des alten Gewölbes des Hotels herausfordernd, erklärte der Bezirksschriftführer des Bezirksfeuerwehrverbandes von Innsbruck-Land, Thomas Tanzer, gegenüber der APA. Auch Dachöffnungen wurden vorgenommen. Das gesamte Gebäude war verraucht, was es für die Feuerwehrleute schwieriger machte, vorzudringen. Jedenfalls dürfte auch der Innenbereich schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Hotel war nicht in Betrieb
Das Hotel war zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht in Betrieb bzw. geschlossen, bestätigte ein Polizeisprecher der APA. Im Haus fanden Bauarbeiten statt. Ob der Brand damit zusammenhing, blieb vorerst offen.
Die Gefahr für die umliegenden Gebäude, in vielen Fällen ebenfalls Hotels, konnte indes gebannt werden bzw. bestand nicht mehr. Diese seien durch eine Straße vom “Klosterbräu” getrennt. Keine unmittelbare Gefahr mehr gab es auch für die direkt angrenzende Kirche, deren Schutz einiges an Arbeit in Anspruch nahm. Es sei eine sogenannte “Riegelstellung” angewandt worden – eine Taktik zur Brandbekämpfung, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, so die Feuerwehr. Die Kirche war nichtsdestotrotz vorsorglich evakuiert worden. Wertvolles Inventar soll aus dem Gotteshaus gebracht worden sein.
Evakuiert wurden indes auch zwei benachbarte Hotels. Die Gäste wurden vorerst in der Olympiahalle in Seefeld untergebracht.
Offenbar drei Leichtverletzte
Drei Personen wurden laut Exekutive leicht verletzt. Bei ihnen bestand der Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Bei den Leichtverletzten handelte es sich um einen Feuerwehrmann sowie zwei Passanten.
Die Bürger wurden unterdessen laut einer Aussendung des Landes aufgrund des Brandes und der starken Rauchentwicklung ersucht, im Nahbereich alle Fenster, Türen und Dachluken zu schließen. Menschen sollten darüber hinaus das Ortszentrum von Seefeld meiden. Zudem sei die Bevölkerung aufgefordert, im Nahbereich des Einsatzortes Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.




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